Die Austrian Airlines hat ihren dritten Boeing 787-9 Dreamliner in die Langstreckenflotte übernommen. Das Flugzeug trägt künftig die österreichische Registrierung OE-LPG und soll ab dem 1. Juni in den Linienbetrieb gehen.
Die Maschine wurde von Lufthansa übernommen, wo sie zuvor unter der Kennung D-ABPE im Einsatz war. Nach der Überstellung nach Taipeh erfolgen dort Abnahme, Registrierung sowie Kabinenanpassungen. Anschließend wird das Flugzeug im spanischen Teruel lackiert und Ende Mai in Wien erwartet. Ausgestattet ist der Dreamliner mit Bordinternet von Panasonic; eine schrittweise Umrüstung der Flotte auf Starlink ist geplant.
Mit der Integration des dritten Dreamliners setzt Austrian Airlines den 2024 gestarteten Flottenumbau auf der Langstrecke fort. Neben OE-LPG sind bereits die Maschinen OE-LPL und OE-LPM im Einsatz. Ab Juni werden alle drei Flugzeuge zunächst auf Strecken nach New York (JFK und Newark) sowie Chicago eingesetzt.
Bis zum Winterflugplan 2028/2029 soll die Langstreckenflotte vollständig auf 12 Boeing 787-9 umgestellt werden. Parallel dazu beginnt noch 2026 die Ausflottung der bestehenden Boeing-767-Flotte; aktuell betreibt Austrian Airlines noch drei Boeing 767 und sechs Boeing 777.
Auch auf der Kurz- und Mittelstrecke erfolgt eine Flottenmodernisierung: Die bestehende Embraer-Flotte wird durch sechs neue Airbus A320neo ersetzt, deren erste Auslieferung für Sommer 2026 vorgesehen ist. Mit diesen Zugängen wächst die Airbus-Flotte auf insgesamt 46 Flugzeuge, während die Ausflottung der Embraer 195 bis Ende 2028 abgeschlossen sein soll.
Ziel der Maßnahmen ist die Vereinfachung der Flottenstruktur auf künftig zwei Flugzeugtypen: die Airbus A320-Familie und die Boeing 787-9.
