Fluglotsenstreik in Frankreich – Ryanair will Streiks verbieten lassen

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Foto: airportzentrale.de

Ryanair kritisiert die Fluglotsenstreiks in Frankreich. Die Fluglotsengewerkschaft Unsa-Icna hat zu einem 48stündigen Streik aufgerufen. Teilweise sind am Sonntag bis zu 50 Prozent der geplanten Flüge ausgefallen. Es ist der 42. Streik seit 2009.

Ryanair hat die Europäische Kommission und das Europäische Parlament wiederholt dazu aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass Europas Verbraucher regelmäßig von einer winzigen Gruppe von Fluglotsen beeinträchtigt werden, welche nicht nur Flüge von und nach Frankreich unterbrechen, sondern auch solche Flüge, welche nur den französischen Luftraum durchqueren. Dies hat zur Folge, dass auch Reisende, deren Flüge weder von einem französischen Flughafen starten oder landen, von Flugstreichungen und Verspätungen betroffen sind.

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Die Airline hat darauf gedrängt, dass Kunden die Online-Petition „Keep Europe’s Skies Open“ unterzeichnen, welche die Europäische Kommission und das Europäische Parlament dazu auffordert, Europa vor wiederholter Erpressung und Störungen von Seiten der Fluglotsen-Vereinigungen zu beschützen. Entweder dadurch:

1. Den Fluglotsen-Gewerkschaften das Recht auf Streiks zu entziehen, ähnlich wie es Polizisten und dem Militär in vielen Ländern Europas verboten ist zu streiken. In den USA sind Fluglotsen-Streiks gesetzlich verboten. Europäische Fluglotsen könnten auch weiterhin Gewerkschaften beitreten sowie ihre Anliegen durch Mediationen oder bindende Schiedsverfahren organisieren und vorantreiben – ohne dass Streiks nötig sind oder Europas Luftraum geschlossen wird.

Oder:

2. Anderen europäischen Flugsicherungen zu erlauben, während Fluglotsen-Streiks Flüge, über den französischen Luftraum zu regeln.

Wenn diese EU-weite Petition eine Million Unterschriften erhalten hat, wird Ryanair diese in Brüssel der EU-Kommission sowie dem EU-Parlament vorstellen, die dann dazu gezwungen sind, Maßnahmen in Betracht zu ziehen, die vor diesen ungerechtfertigten Störungen schützen.

Quelle: PM Ryanair

9 Antworten zu “Fluglotsenstreik in Frankreich – Ryanair will Streiks verbieten lassen”

  1. Rüdiger Schlicht sagt:

    Wir hatten am 20.3.16 Flüge von Bremen nach Palma bei Ryanair gebucht. Wir hatten eingescheckt und das Gepäck war verladen. Dann wurde der Flug gekancelt !
    Ersatzflügge wurden nicht angeboten und bis einschl. 25.3.16 waren alle anderen Abflüge von Bremen und
    Hamburg angeblich ausgebucht. Eine Flugmöglichkeit sollte erst ab dem 26.3.16 für One-way € 290,00 je
    Person. Es ist ja Ferienzeit.
    Wir hatten Hotel und Mietwagen gebucht, aber bei den jetzigen Preisen nur noch für 1 Woche zu fliegen,
    wer kann das finanziell und wer trägt diesen gesamten Verlust (Hotel-Mietwagen-Urlaubsausfall, miese Stimmung der 2 Kinder ? – Ryanair hat nur die Stornierung des Fluges angeboten, was ist mit dem nicht
    nutzbaren Rückflug ?. Fragen und Kosten über alles.
    Ryanair hüllt sich in Schweigen und verweist auf seine Webseite. Wer kann helfen ?
    MfG. Rüdiger Schlicht

  2. Doris Hanauer sagt:

    Dieselben Fragen stelle ich mir. Wir wollten am Montag, 21.03. von Memmingen nach Mallorca fliegen. Wir wurden nicht benachrichtigt, obwohl das Problem schon bekannt war, also fuhren wir hoffnungsvoll zum Flughafen, nur um dort zu erfahren, dass der Flug annulliert worden war. Es war niemand da, der Auskunft gegeben hat, oder uns einen anderen Flug angeboten hätte. Insgesamt waren wir 12 Stunden unterwegs für nichts. were kommt für dei Hotelkosten u.s.w. aufß von entgangenem Urlaub gar nicht erst zu sprechen!

  3. Betroffener sagt:

    Wir hatten das gleiche Problem bei einem Flug von Hahn nach Mallorca am 21.03: keine Benachrichtigung im Vorfeld, kein Alternativ-Flug, eigentlich überhaupt keine Unterstützung, lediglich halbherzige Abwehrversuche der beiden Ryan Air Mitarbeiter am Flughafen. Vielleicht helfen Ihnen folgende Infos Herr Schlicht:

    1.)von Ryanair bekommen Sie, ausser der Rückerstattung der Flugpreise, keinen Cent. Dazu gibt es ein BGH Urteil, http://www.spiegel.de/reise/aktuell/annullierte-fluege-wegen-streiks-kein-ausgleich-fuer-passagiere-a-851168.html

    Klagen können Sie gegen die, aber wird Ihnen nichts nützen: deutsche Regierung und Justiz werden schon lange von der Wirtschaft gesteuert, Sie werden das Verfahren verlieren. So leid es mir tut, die Bedürfnisse Ihrer Familie sind dem BGH völlig egal und das Wort Kulanz ist für Ryanair eine Ansammlung von Buchstaben 😉 Tut mir wirklich leid für Sie und Ihre Familie, ich glaube Sie mit Kindern und Ehefrau am Montag Morgen gesehen zu haben, Sie waren kurz vor uns dran. Verhält sich für uns im übrigen leider auch so: Kosten für die gemietete Finca, Mietwagen etc habe ich zwischenzeitlich unter „verloren“ verbucht.

    2.)Falls Sie über einen Reiseanbieter gebucht haben, können Sie glaube ich zu mindestens einen Teil der Kosten bei diesen geltend machen. Das ist wie ich denke ein ziemlicher Papierkrieg, aber mit recht guten Aussichten auf Erfolg. Wenden Sie sich ggf. direkt an die Anbieter bei den Sie gebucht haben, wir haben beispielsweise einen recht kulanten Mietwagenanbieter erwischt, der eine Rückerstattung schon mal angekündigt hat. Das aber nur aus goodwill: rechtlich gesehen müssen die gar nichts erstatten.

    Für mich habe ich folgenden Schluss daraus gezogen: ich werde nach Möglichkeit nicht mehr „billig“ fliegen, kein Ryanair mehr. Wie wir nun scheinbar gemeinsam feststellen, ist das unter dem Strich als andere als günstig. Lufthansa reisst sich beispielsweise nach meiner Erfahrung ein Bein aus, um den Passagieren in solchen Situationen eine angemessene Alternativverbindungen zu stellen. Ich bin sicher hätten wir mit bei den gebucht, würden wir jetzt auf Mallorca Tapas essen. In so einer Situation wäre Reiserücktrittsversicherung interessant gewesen, da werde ich beim nächsten mal auch drüber nachdenken. Also, nicht den Kopf hängen lassen, der nächste Urlaub kommt bestimmt.

    VG

  4. Betroffener sagt:

    Ich korrigiere mich 🙂 ich habe überlesen, dass Sie einen Flug von Bremen hatten, wir können uns also nicht begegnet sein. In Hahn war vor uns eine Familie mit zwei Kindern, die ein analoges Problem hatte, die waren die einzigen mit kids dort, deswegen habe ich angenommen Sie wären das gewesen.

    VG

  5. C. Mengel sagt:

    Auch wir wollten am Montag von Frankfurt Hahn nach Mallorca fliegen.
    Auch wir wurden nicht frühzeiig informiert und haben diverse Kosten am Hals.
    Es stimmt zwar dass, die Fluggesellschaft laut Gesetz keine Folgegekosten erstatten oder zu Entschädigungszahlungen im Falle eines Streiks verpflichhtet ist. Allerdings gibt es dazu folgendes Gerichtsurteil:

    Wenn sich für ein Luftfahrtunternehmen ein Streik mit Folgen weitreichenden Umfangs für den Flugverkehr abzeichnet und ist bereits bei Ankündigung eines Fluglotsenstreiks abzusehen, dass ein bestimmter Flug von einer Annullierung bedroht sein wird, falls der Vor-Flug verspätet ankommt, muss das Luftverkehrsunternehmen alle verfügbaren eigenen Ersatzflugzeuge zum Einsatz bringen und in zumutbarem Rahmen auch verfügbare Flug-zeuge Dritter chartern, um die vorgesehenen Flüge durchführen zu können.

    AG Memmingen, Urt. v. 22.10.2015 – 13 C 57/15

    Man kann nun ja nicht behaupten Rayair hätte sich gemäß dieses Urteils verhalten.
    Vielleicht sollte man sich doch nicht alles gefallen lassen.
    Vielleicht sollte man über eine Sammelklage nachdenken.
    C. Mengel

  6. Andreas Fecker sagt:

    Ich hatte vor einigen jahren einen Lufthansaflug für 2 Personen von Frankfurt über München nach Eriwan gebucht. Wegen Gewitter kamen wir aus Frankfurt mit 70 Minuten Verspätung raus. Der Anschlussflug München-Eriwan war weg. Die angebotene Ersatzverbindung über Paris nach Eriwan wollten wir nicht. Stattdessen verschoben wir das ganze Unternehmen um eine woche. Da es schon spät war, brachte uns Lufthansa in einer Hotelsuite in München unter. Am nächsten Morgen wurden wir nach Frankfurt zurückgebracht. Eine Woche später fand dann die Reise wie gebucht statt. Service: TOTAL. Mehrkosten: NULL.

  7. Andre Roos sagt:

    Hallo, wir standen auch am Flughafen in Köln und wollten am 20.3 nach Berlin. Dann beim check in auf einmal ein Fehler und wir wurden nicht durchgelassen mit der Begründung einer Annullierung des Fluges.
    Wir mussten aber nach Berlin zu einer Hochzeit, also sind wir zum Ryanair schalter und dort treffen wir dann 2 mitarbeiter an und etliche versetzte Fluggäste. Dann aufeinmal wird der Ryan Air schalter geschlossen mit der Begründung wir sind Flughafen Mitarbeiter und nicht von Ryan Air. Und Zack standen wir da wie doof!
    Als wir dann ca 1 Stunde warteten traff ich einen Piloten an der rein zufällig für Ryan Air fliegt und sagte mir: „Wir könnten nach Berlin fliegen das ganze Team war schon bereit für den Flug, doch der Konzern hat uns es verboten. Jedesmal wenn die eine Info haben das es irgendwo einen Streik gibt, streichen die Flüge um kosten einzusparen… Den auch wir als Crew bekommen nur für Flüge unser Geld“

  8. Andreas Fecker sagt:

    Dazu eine Geschichte, die ich bei einer Pressekonferenz von Ryanair erlebt habe:
    Michael Cawley, stellvertretender Vorstandsvorsitzenden von Ryanair lud in Frankfurt zu einem Pressegespräch ein. Er geriet etwas aus der Fassung, als ihn ein Journalist fragte: „Ich habe Sie heute an Bord einer Lufthansa-Maschine von London nach Frankfurt gesehen. Warum sind Sie nicht mit Ihrer eigenen Airline geflogen?“ Die Antwort, dass es ihm zeitlich entgegenkam, spricht Bände. Er musste sich so nicht erst nach London Stansted begeben, und er musste nicht von Hahn durch den halben Hunsrück nach Frankfurt fahren, obwohl sich gerade Ryanair dafür stark gemacht hatte, Hahn zumindest verbal in die Nähe der Main-Metropole zu rücken.

  9. Jörg Braun sagt:

    Wir wollten von Arrecife am 21.03.2016 nach Weeze fliegen zum Umgangstermin mit der Mutter. Da Ryanair nur 2 x pro Woche nach Deutschland fliegt momentan und vor uns 200 andere Passagiere dran waren, war in der Woche nichts mehr möglich. Selbst mit der Fähre rüber nach Fuerteventura und dann am Dienstag von dort nach Deutschland ging nicht, da nur noch 1 freier Platz. Die Mitarbeiterin fannd 2 freie Plätze am Deinstag 22.03.16 ab Gran Canaria nach Köln. Ich fragte, wer denn den Zubringer von Lanzarote nach Gran Canaria bezahlt (Total140€, da wir Residente sind)….. Die Dame sagte das wird Ryanair machen und gab mir ein Blatt Papier mit mit entsprechenden WebLinks. also habe ich gebucht und noch am gleichen Tag die tickets von Binter eingescannt und eingereicht. Und jetzt wollen Sie nicht zahlen. Als deutscher Urlauber hätte ich mich gefreut. Da würde Ryanair die Hotels hier bezahlen und uns dann auf die nächstmögliche freie Maschine von Lanzarote nach Weeze buchen. Kein Problem. Nur hier ist es so, daß das Kind hier in Spanien Schulpflichtig ist und nur Ferien hat vom 21.3. – 27.03.2016. Und es eine richterliche Anordnung gibt, das das Kind ab dem 1 Tag Ferien zur Mutter muss……
    Und jetzt sitze ich auf 140€ zusätzliche Kosten nur weil ich hier auf Lanzarote wohne und der deutsche Urlauber aufjedenfall besser behandelt wird mit Hotel, etc……