Flugloten-Gewerkschaft warnt: Belgien blockiert Budget für europäische Flugsicherung

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Das Jahresbudget für die in Maastricht ansässige Flugsicherung in den Benelux-Staaten und großen Teilen Nordwestdeutschlands droht am Widerstand Belgiens zu scheitern. Die Fluglotsen Gewerkschaft TUEM (Trade Union EUROCONTROL Maastricht) warnt vor gravierenden Konsequenzen für den Flugverkehr im Jahr 2023.

„Dass Belgien zum wiederholten Mal als einziges Land das Budget der produktivsten Flugsicherungskontrollzentrale Europas blockiert, ist egoistisch, unverantwortlich und gefährdet den reibungslosen und sicheren Flugverkehr in Europa“, betont TUEM-Präsident Stefan Pille. Das Maastricht Upper Area Control Center (MUAC) überwacht den Luftraum über Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und weiten Teilen Nordwestdeutschlands. Die dort ansässigen Fluglotsen leiten dort täglich 5.000 Flugzeuge mit über 500.000 Passagieren durch einen der komplexesten und dichtesten Lufträume der Welt. Die Finanzierung teilen sich die Länder Belgien, Niederlande, Luxemburg und Deutschland.

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MUAC hat die höchsten Produktivitätswerte aller Flugsicherungskontrollzentralen Europas. Der Umsatz liegt seit über 20 Jahren über den Ausgaben, und sogar in der Corona-Krise, als der Flugverkehr weltweit stark eingebrochen ist, wurde ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Die Gewinne kommen den Trägerländern zugute. „Alle Länder, inklusive Belgien, bekommen von MUAC jedes Jahr deutlich mehr zurück als sie einzahlen – sogar in den zurückliegenden Krisenjahren“, betonte Pille. „Deshalb ist es vollkommen inakzeptabel, dass Belgien eigene politische Interessen vor die Interessen der Passagiere und Mitarbeiter stellt.“

Pille wies darauf hin, dass die Arbeit der Fluglotsen in den vergangenen drei Jahren überdurchschnittlich belastend war. Hintergrund waren Personalengpässe durch die Corona-Pandemie und zuletzt die Zunahme des zivilen und militärischen Flugverkehrs durch den Krieg in der Ukraine. „Unsicherheit, ob 2023 ihre Gehälter gezahlt werden können, ist das letzte, was die stark belasteten Lotsen brauchen“, so Pille. Er erwartet von Belgien ein klares Bekenntnis zu MUAC. Bleibt dies aus, seien ab Januar 2023 Arbeitskampfmaßnahmen der Fluglotsen im deutschen, niederländischen, belgischen sowie luxemburgischen Luftraum sehr wahrscheinlich.

Quelle: PM TUEM

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