Flughafen Zürich: Schallschutzprogramm – erweitertes Leistungsspektrum wird angekündigt

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Flughafen Zürich – Foto: Bildarchiv Flughafen Zürich

Seit dem Jahr 2000 setzt die Flughafen Zürich AG Schallschutzmassnahmen an Gebäuden in Flughafennähe um. 260 Millionen Franken wurden bisher investiert. Das «Schallschutzprogramm Flughafen Zürich» geht nun zusätzlich mit ergänzenden Lärmschutzmassnahmen in die Umsetzung.

Seit dem Jahr 2000 hat die Flughafen Zürich AG im Rahmen des Programms 2010 an rund 6’400 Liegenschaften Schallschutzmassnahmen umgesetzt oder Rückerstattungen ausgerichtet. Seit 2018 verfügt das «Schallschutzprogramm 2015» der Flughafen Zürich AG über eine genehmigte Rechtsgrundlage. Die Schallschutzprogramme 2010 und 2015 wurden nun unter der Bezeichnung «Schallschutzprogramm Flughafen Zürich» zusammengeführt und das Leistungsspektrum erweitert.

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Weitere Lärmschutzmassnahmen
Das Schallschutzprogramm Flughafen Zürich sieht nebst der Hauptmassnahme «Fensterersatz» auch ergänzende Massnahmen vor. Pro Schlafraum wird ein Schalldämmlüfter oder ein Fensterschliessmechanismus angeboten. Der Einbau ist freiwillig. Voraussetzung ist, dass Schallschutzfenster bereits eingebaut und die Grenzwerte in der Nacht überschritten sind. Zudem bietet der Flughafen unter gewissen Voraussetzungen und auf Antrag des Liegenschaftseigentümers finanzielle Unterstützung für die schalltechnische Sanierung der Gebäudehülle.

Gestaffelte Umsetzung
Gebiete, in denen Immissionsgrenzwerte in der Nacht und am Tag überschritten sind, haben Vorrang. Die Schwerpunkte liegen im Norden, Osten und Süden des Flughafens. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Es folgen danach Gebiete im Osten und im Norden mit Grenzwertüberschreitungen ausschliesslich in der Nacht. Die Arbeiten werden 2022 in Angriff genommen und voraussichtlich bis Ende 2024 umgesetzt. Weitere Gebiete im Süden und im Westen, in denen die Lärmgrenzwerte ausschliesslich am Tag überschritten sind, folgen danach. Die ergänzenden Massnahmen werden unabhängig davon, aber derselben Ordnung folgend, umgesetzt. Die Arbeiten sollen bis 2028 abgeschlossen werden.

Flughafen investiert gesamthaft 400 Millionen Franken
Die bereits umgesetzten Lärmschutzmassnahmen beanspruchten 260 Millionen Franken. Trotz dem gegenwärtig geringen Verkehrsaufkommen wird das «Schallschutzprogramm Flughafen Zürich» weiter umgesetzt. Die Investitionen in den Schallschutz werden sich auf gesamthaft rund 400 Millionen Franken belaufen. Diese Aufwendungen werden verursachergerecht über die Lärmgebühren finanziert und wurden bereits 2018 zurückgestellt.

Enge Zusammenarbeit mit Eigentümern
Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümer brauchen mit Blick auf den Fensterersatz und die ergänzenden Massnahmen im Rahmen des «Schallschutzprogramms Flughafen Zürich» nichts zu unternehmen. Sofern eine Anspruchsberechtigung besteht, werden sie dem Projektfortschritt folgend direkt kontaktiert. Eigentümerinnen und Eigentümer, welche die Gebäudehülle ihrer Liegenschaft lärmtechnisch sanieren, können nach Abschluss der Gebäudehüllensanierung und sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind, Beiträge geltend machen. Auf Wunsch beraten sie Fachleute des Schallschutzprogramms Flughafen Zürich. So heißt es in einer Pressemitteilung vom Airport.

Quelle: PM Flughafen Zürich

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