Flughafen Zürich AG und die wichtigsten Flughafennutzer haben sich auf eine neue Gebührenperiode geeinigt. Ab voraussichtlich 1. Oktober 2026 sinken die Flughafengebühren am Flughafen Zürich im Durchschnitt um rund 10 Prozent.
Die neue Gebührenperiode folgt auf die seit September 2016 geltende Regelung, die während der Corona-Pandemie einmalig verlängert wurde. Das Anpassungsverfahren für die nächste Periode wurde am 1. April 2025 eröffnet, die Verhandlungen starteten am 1. Oktober 2025 und dauerten rund vier Monate.
An den Gesprächen beteiligt waren unter anderem Swiss International Air Lines AG, easyJet Europe Airline GmbH sowie Vertretungen der Linienfluggesellschaften, der Geschäfts- und Leichtaviatik, des Luftsports und der Speditionsunternehmen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt begleitete die Verhandlungen als Beobachter.
Konkret sinkt die Gebühr für lokal abfliegende Passagiere von CHF 35.00 auf CHF 30.40. Diese setzt sich zusammen aus der Passagiergebühr (CHF 18.20), der Passagiersicherheitsgebühr (CHF 11.30) sowie der Solidaritätsgebühr für Personen mit eingeschränkter Mobilität (CHF 0.90). Die Gebühren werden den Airlines belastet. Grundlage der Berechnung ist ein Mehrjahres-Ausblick unter Berücksichtigung von Passagierentwicklung, aviatischen Bauprojekten und Betriebskosten. Da Flughafengebühren in der Schweiz nur kostendeckend erhoben werden dürfen, ermöglichen steigende Passagierzahlen und eine angepasste Investitionsplanung die Senkung.
Gleichzeitig werden die Landegebühren erhöht, da das Nutzungsentgelt für die Gepäcksortieranlage künftig darin integriert wird. Zudem treten per 1. Oktober 2026 die bereits vom BAZL verfügten erhöhten Lärmgebühren in Kraft, inklusive zusätzlicher Zuschläge und einer neuen Lärmklasseneinteilung für die sensiblen Nachtstunden.
Sofern keine Änderungsanträge eingehen, gilt das neue Gebührenreglement ab 1. Oktober 2026, teilte der Airport am Montagabend mit.
