Die Flughafen Wien AG ist mit einem positiven ersten Quartal in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent auf 239,6 Mio. Euro. Das EBITDA legte um 8,2 Prozent auf 87,9 Mio. Euro zu, das EBIT erhöhte sich um 11,6 Prozent auf 54,4 Mio. Euro. Das Periodenergebnis verbesserte sich auf 42,0 Mio. Euro (+5,3 %). Gründe dafür waren unter anderem ein starkes Wintergeschäft mit höheren Enteisungserlösen, positive Non-Aviation-Umsätze sowie verkehrsbedingte Sondereffekte durch Streiks bei Lufthansa.
Auch operativ entwickelte sich die Flughafen-Wien-Gruppe positiv. Von Jänner bis März 2026 stieg das Passagieraufkommen in der Gruppe inklusive der Beteiligungen Malta und Kosice um 5,3 Prozent auf 8,35 Mio. Reisende. Am Standort Wien wurden 6,11 Mio. Passagiere abgefertigt (+1,6 %). Während Malta (+15,4 %) und Kosice (+40,9 %) deutliche Zuwächse verzeichneten, entwickelte sich Wien seit April rückläufig. Ursachen sind die Reduktion von Low-Cost-Angeboten sowie geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten und in der Ukraine.
Für das Gesamtjahr hält der Flughafen dennoch an seiner Prognose fest: Erwartet werden rund 41,5 Mio. Passagiere in der Gruppe und etwa 30 Mio. Fluggäste am Standort Wien. Die Finanz-Guidance bleibt ebenfalls unverändert. Geplant sind ein Jahresumsatz von rund 1,05 Mrd. Euro sowie ein Periodenergebnis vor Minderheiten von etwa 210 Mio. Euro.
Parallel dazu treibt die Flughafen Wien AG ihre Investitionsoffensive voran. Bis 2030 sollen rund 1,5 Mrd. Euro in die Standorte Wien und Malta fließen. Zu den wichtigsten Projekten zählen die Terminal-3-Süderweiterung mit geplanter Inbetriebnahme 2027, der neue Office Park 4 NEXT mit zusätzlichen Büro- und Konferenzflächen sowie ein neues Hotel am Flughafenstandort.
Der Sommerflugplan 2026 umfasst rund 200 Destinationen, darunter 23 Langstreckenziele. Neue Verbindungen wie Xi’an, Amman oder Maskat sollen zusätzliche Wachstumsimpulse liefern.
