Flughafen Weeze: Polizisten aus 30 Ländern trainieren für den Ernstfall

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Foto: Simon Pannock

Auf dem Gelände des Airports Weeze sind derzeit rund 500 Menschen in eine internationale Großübung eingebunden: 210 Polizisten aus 30 Ländern trainieren im Rahmen eines EU-Programms zwei Wochen lang die Zusammenarbeit. Ihre Aufgabe ist es, ein von zerstrittenen Familienclans kontrolliertes fiktives Dorf unter Kontrolle zu bringen.

Mithilfe des Projekts „European Union Police Services Training“, finanziert von der EU-Kommission, proben Polizeieinheiten verschiedener Länder die Zusammenarbeit in Krisensituationen. Aktuell geschieht das am Airport Weeze. Auf dem Gelände der dort beheimateten Firma „Training Base Weeze GmbH & Co. KG“ wird seit dem 4. April eine international besetzte Großübung abgehalten.

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Simone van Buren, Sprecherin des Projekts, erklärt: „Es sind etwa 500 Menschen beteiligt, von denen 210 Polizisten aus 30 verschiedenen Ländern sind.“ 150 Darsteller sorgen dafür, dass das Szenario realistisch wirkt: Sie spielen Journalisten, Familienmitglieder, Angestellte – alles Personen, die im fiktiven Dorf „Transfalia“ leben und arbeiten. Der Ort wird von verfehdeten Familienclans beherrscht und die Polizei soll dort für Ordnung sorgen. Dabei haben die Polizisten mit Vorfällen wie Drogendealerei, Bankraub, Bränden oder Kidnapping zu kämpfen. Zu Beginn der zweiwöchigen Großübung lernten die Polizisten das richtige Verhalten in den jeweiligen Situationen – um dieses dann in der inszenierten Trainingseinheit anzuwenden. Dieser praktische Teil läuft über 72 Stunden und simuliert für die Einsatzkräfte eine Situation unter realistischen Bedingungen. Die Beamten arbeiten in Schichten, organisieren ihre Arbeit und kümmern sich darum, dass Kirche, Supermarkt, Fabriken oder Schule in „Transfalia“ sicher sind.
Für die Teilnehmer sind die Bedingungen auf dem Weezer Flughafen ideal: Das 38 Hektar große Gelände der Training Base Weeze GmbH, multidisziplinäres Ausbildungs- und Übungszentrum, bietet mit leerstehenden Wohnhäusern, ganzen Straßenzügen und viel Freifläche perfekte Bedingungen.

„Die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Ländern“, sagt Simone van Buren „etwa aus Frankreich, Italien, Polen, Burkina Faso oder Ost-Timo.“ Dass auch Polizisten aus Nicht-EU-Ländern dabei sind, biete zusätzlichen Übungseffekt. So trainiere man die internationale Zusammenarbeit noch besser ein, und die Einsatzkräfte aus den Nicht-EU-Ländern würden gleichzeitig geschult. Die 72-Stunden-Übung dauert (natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit) noch bis Donnerstag, 12 Uhr. Die Einsatzkräfte werden am Freitag, 15. April, wieder abreisen. Aus Deutschland sind Beamte der Bundespolizei beteiligt.

Quelle: PM Flughafen Weeze