Flughafen Paderborn-Lippstadt: Gesellschafter laufen kurz vor der Insolvenz weg

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Es sieht gar nicht gut für den Airport Paderborn-Lippstadt aus – Foto: Marco Zaremba

Harte Zeiten für den Flughafen Paderborn-Lippstadt. Finanziell ist der Regional-Airport stark angeschlagen. Einen Verlust von etwa 700.000 Euro muss der Flughafen jeden Monat verbuchen.

Der Hauptgesellschafter, der Kreis Paderborn, plant eine Insolvenz in Eigenverantwortung, da eine Sanierung höchstwahrscheinlich nicht mehr greifen wird. Die Insolvenz-Pläne wurden in den letzten Tagen konkreter: Demnach soll es einen massiven Stellenabbau geben. Es heißt „ein Großteil der rund 230 Mitarbeiter wird gehen müssen“. Der Flughafen will sich auf Kapazitäten von ca. 300.000 Passagiere im Jahr runterfahren. Dazu im Vergleich: 2010 lagen die Passagierzahlen noch bei knapp über 1 Mio. pro Jahr. 2018 waren es noch 736.000 Passagiere.

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Und jetzt wird das knappe Geld noch knapper. Denn die Mitgesellschafter steigen nach und nach aus. Am Abend wurde bekannt, dass sich die Stadt Bielefeld aus dem Flughafen zurückziehen wird. Die Stadt besitzt bislang 5,88 Prozent. Für rund 2,5 Mio. Euro kauft sich Bielefeld aus dem Pleite-Airport raus.

Damit ist man derzeit offenbar in guter Gesellschaft. Schon Anfang August entschied der Kreis Gütersloh seine 7,84 Prozent zurückzugeben und somit ebenfalls auszusteigen.

Letzte Woche dann der nächste Schlag. Auch der Kreis Lippe (7,84 Prozent) steigt aus.

Somit bleiben erst einmal der Kreis Paderborn als Hauptgesellschafter mit 56,38 Prozent, der Kreis Soest mit 12,26 Prozent, der Kreis Höxter mit 3,92 Prozent, der Hochsauerlandkreis mit 3,92 Prozent, die IHK Ostwestfalen mit 1,57 Prozent und die IHK Lippe mit 0,39 Prozent.

Quelle: airportzentrale.de/SP

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