Flughafen Paderborn/Lippstadt: Bund fördert Projekt AeM Speedport mit acht Millionen Euro – Flugzeuge autonom auf dem Rollfeld

Werbung
Foto: Marco Zaremba / airportzentrale.de

Der Innovationsflughafen PAD am Flughafen Paderborn/Lippstadt hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Am heutigen Donnerstag übergab das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) in Berlin den beteiligten Unternehmen und Partnern die Zusage für Fördermittel in Höhe von insgesamt acht Millionen Euro zum Projekt AeM Speedport. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens, Landrat Christoph Rüther, betonte: „AeM Speedport ist ein Leuchtturm-Projekt für die Weiterentwicklung des Innovationsflughafens PAD und setzt unsere erfolgreiche Entwicklung fort“.

Das Projekt AeM Speedport steht für eine signifikante Transformation in der Luftfahrt-Industrie. Im Blickpunkt steht das autonome Manövrieren von Flugzeugen mit Hilfe modernster Sensorik und KI-unterstützter Prozesse. So sollen die Flugzeuge zukünftig völlig autonom und ohne Triebwerksleistung auf dem Rollfeld manövriert werden. Kernstück der Steuerung ist ein interaktives Kontrollzentrum, in dem alle Bewegungen der Flugzeuge gesteuert werden. „Das Autonome Fahren hat eine hohe Bedeutung für nachhaltige und effiziente Mobilität weit über die Abläufe am Flughafen hinaus“, sagte der Projektkoordinator Stefan Schröder, Geschäftsführer der LNC LogisticNetwork Consultants GmbH mit Sitz in Hannover.

Neben den Push-back-Fahrzeugen sollen auch die vielen weiteren Fahrzeuge auf dem Rollfeld autonomer werden. Diese Neuerung wird auch Zubringer- und Abholdienste sowie den Öffentlichen Personennahverkehr betreffen. Unter der Regie von LNC sind der Flughafen Paderborn/Lippstadt, die ADB Safegate Germany GmbH (Mannheim), die TowFLEXX GmbH (Visbek), die EML Speech Technology GmbH (Heidelberg), die Universität Paderborn, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Swiss IT Security Deutschland GmbH (Wiesbaden) und die MovingPositions GmbH (Braunschweig) an dem Projekt AeM Speedport beteiligt.

„Mit dem heutigen Startschuss des Projektes AeM-Speedport wird innovative Mobilität auf deutschen Flughäfen erprobt, damit diese in Zukunft noch besser und nachhaltiger betrieben werden können“, kommentierte der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler, der Mitglied im Haushaltsausschuss und im Ausschuss für Digitales ist, die Übergabe der Fördermittel.

„Im Kreis Paderborn nehmen wir aufgrund der besonderen Konstellation an unserem Flughafen eine Vorreiter-Rolle für ganz Deutschland ein. Dazu tragen auch die Neuausrichtung des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter (nph) und die deutschlandweit einmalige Initiative Neue Mobilität Paderborn bei“, erläuterte Rüther, der neben seiner Funktion am Flughafen auch Verbandsvorsteher des nph und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Neue Mobilität Paderborn e.V. ist. Das Projekt AeM Speedport soll Impulsgeber für die Transformation in der Mobilität sein und weitere wichtige Projekte in der Region nach sich ziehen.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt bietet für neuartige Lösungen in der Luft- und Raumfahrt zahlreiche Standort-Vorteile. „Als vollwertiger Verkehrsflughafen verfügt unser Airport im Unterschied zu den Großflughäfen auch über Zeiten mit geringerem Verkehr. Damit stellt der Flughafen Paderborn/Lippstadt eine optimale Entwicklungs- und Testumgebung für Innovationen dar. Von den Projekten des Innovationsflughafens PAD wird die gesamte Region profitieren“, stellte Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser heraus. Als Leitprojekt für das Autonome Fahren in Deutschland werde auch die überregionale und internationale Wahrnehmung weiter steigen.

Zum Innovationsflughafen PAD
Der Innovationsflughafen PAD entwickelt am Flughafen Paderborn/Lippstadt eine einzigartige Umgebung für Entwicklung, Test und Validierung von zukünftigen Landside, Airside und Terminal Operations. Dabei stehen vor allem nachhaltige und autonome Flugsysteme im Blickpunkt. Zu den Arbeitsfeldern des Innovationsflughafens PAD zählen die Vernetzung von Akteuren zur Entwicklung von innovativen Projekten, der Aufbau eines Zentrums mit hochspezialisierter Infrastruktur und die Umsetzung von neuartigen Anwendungen mit Show-Case-Charakter.

Quelle: PM Flughafen Paderborn/Lippstadt

Schreibe einen Kommentar
Kommentiere den Artikel. Bleibe freundlich und nett, gerne kritisch und konstruktiv, aber stets sachlich. Wir möchten einen respektvollen Umgang miteinander und behalten uns vor Kommentare zu kürzen oder zu löschen.

Mit dem Klick auf "Kommentar senden" wird unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung angegebener und personenbezogener Daten zugestimmt. Dies ist notwendig um Spam zu verhindern. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.