Flughafen Hamburg: Die Rückkehr – Bodenverkehrsdienste machen sich fit für mehr Flugbetrieb

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Foto: Simon Pannock

Seit Beginn der Corona-bedingten Kurzarbeit ab März 2020 waren viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste (BVD) am Hamburg Airport nur wenig oder gar nicht im Einsatz. Die regelmäßige körperliche Arbeit, z.B. beim Verladen der Koffer und Fracht in die Flugzeuge, fiel von einem auf den anderen Tag weg. Um potenziellen Verletzungsgefahren bei der Rückkehr in den Arbeitsalltag vorzubeugen, hat das HAM Ground Handling in Kooperation mit dem langjährigen Partner Lifebonus das „Getting fit for Re-Start“-Programm gestartet. Mit einem jobspezifischen Trainingsprogramm halten sich die Beschäftigten auch in Zeiten der Kurzarbeit fit: Relevante Muskelgruppen werden gezielt trainiert und die Routine bei Arbeitsabläufen und der Handhabung technischer Geräte wiederhergestellt.

„Die Gesundheit und Ausbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht an oberster Stelle und bildet die Basis für eine sichere und qualitativ hochwertige Dienstleistung“, sagt Christian Noack, Geschäftsführer der HAM Ground Handling GmbH, einer 100-prozentigen Tochterfirma von Hamburg Airport. „Bereits seit 2012 trainieren die Beschäftigten der Bodenabfertigung in der Arbeitszeit jobspezifische Bewegungen, wie das korrekte Heben schwerer Koffer, vor Ort in einem eigens entwickelten Trainingssatelliten (inkl. Jobsimulator). Zudem können sie weitere Trainings- und Therapieprogramme wahrnehmen. Doch durch die Kurzarbeit und die Corona-Schutzmaßnahmen konnten auch diese Programme leider nicht stattfinden. Mit dem Programm ‚Getting fit for Re-Start‘ unterstützen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun dabei, sich trotz fehlender Arbeitseinsätze mit individuell auf den Job zugeschnittenen Übungen fit zu halten – ein konsequenter Schritt in Analogie zum Arbeitsschutz.“

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Fit trotz Kurzarbeit durch den Jobsimulator und Online-Kurse
Das Programm startet mit einem Basis-Check. Hierbei wird die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geprüft, um zu identifizieren, ob ggfs. eine engere Betreuung im Training notwendig ist. Anschließend sollen alle Beschäftigten mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche absolvieren.

Dafür wurde ein Online-Kursprogramm konzipiert, an dem die Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste von zu Hause aus teilnehmen können. Basis hierfür sind langjährige, jobspezifische arbeits- und sportmedizinische Evaluationen. In Kursen wie „Ganzkörperttraining für Flugzeugabfertiger“ oder „Therabandtraining für Flugzeugreiniger“ werden jobspezifische Muskelgruppen und Bewegungsabläufe trainiert. Ein Beispiel: Im Programm für Flugzeug- und Gepäckabfertiger stärken Kniebeugen die Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur, deren Einsatz beim Anheben der Koffer für eine starke Entlastung des Rückens sorgt. Zudem gibt es allgemeine Kurse für alle, z.B. „Mobilität und Dehnung“ oder „Intervalltraining“. Mit der Digitalisierung des Trainingsprogramms schlägt das HAM Ground Handling neue, innovative Wege im Arbeitsschutz ein, die zukünftig noch weiterentwickelt werden sollen.

Wer aus verschiedenen Gründen keine Möglichkeit zum Heimtraining hat, kann vor Ort am Hamburg Airport in Kleingruppen an Live-Kursen teilnehmen oder wie gewohnt den Trainingssatelliten des HAM Ground Handlings nutzen. Letzterer ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich das regelmäßige Training der korrekten Arbeitsabläufe auszahlt: Seit der Einführung des Trainingssatelliten und des Jobsimulators konnten die Arbeitsunfälle durch Bewegungen wie Heben, Ziehen, Schieben und Tragen um mehr als 60 Prozent reduziert werden. Bei allen Aktivitäten, die vor Ort am Flughafen Hamburg stattfinden, werden die aktuellen Corona-Bestimmungen berücksichtigt und umgesetzt.

DRV hat den Trainingssatelliten als Präventionszentrum anerkannt
Als Alternative haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, am Präventionsprogramm der Deutschen Rentenversicherung (DRV) teilzunehmen. Die DRV hat den Trainingssatelliten des HAM Ground Handlings – operationalisiert durch den Partner Lifebonus – seit 2021 offiziell als Präventionszentrum anerkannt. Nach ärztlicher Rücksprache wählen die Teilnehmenden zwei Module aus Bewegung, Bewegungsvielfalt, Stressmanagement und Ernährungsberatung, in denen sie 12 Monate lang eng betreut und begleitet werden.

Automatisierung von Abläufen im Trainingsparcours
Abgerundet wird das „Getting fit for Re-Start“-Programm durch einen Trainingsparcours, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurz vor ihrer Rückkehr in den Arbeitsalltag absolvieren. Dabei werden Abläufe sowie die richtige Bedienung des technischen Geräts aufgefrischt und die Handhabung wieder automatisiert. Dadurch können die Bodenverkehrsdienste sicher in den Arbeitsalltag zurückkehren und sich dabei auf die Erbringung einer qualitativ hochwertigen Dienstleistung für die Fluggesellschaften und Passagiere konzentrieren.

Quelle: PM Flughafen Hamburg

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