Der Graz Airport blickt auf ein insgesamt positives Jahr 2025 zurück. Mit 831.095 abgefertigten Passagierinnen und Passagieren lag das Aufkommen um knapp 12.000 Reisende über dem Vorjahreswert. Dies entspricht einem Zuwachs von 0,6 Prozent. Während der Linienverkehr eine stabile Entwicklung zeigte, erwies sich der Charterverkehr mit einem Plus von nahezu vier Prozent erneut als wesentlicher Wachstumstreiber.
Im Frachtbereich erreichte der Flughafen mit rund 19.500 Tonnen ein neues Rekordniveau. Damit bestätigte sich die zunehmende Bedeutung des Standorts auch für logistikbezogene Verkehrsströme.
Für den Sommerflugplan wird erneut ein breites Destinationsangebot erwartet. Neben bestehenden Verbindungen ist mit Olbia eine neue Urlaubsdestination vorgesehen. Darüber hinaus wird das Linienangebot unter anderem durch eine zusätzliche Verbindung nach London ergänzt.
Parallel zur Verkehrsentwicklung baut der Graz Airport seine Aktivitäten jenseits des klassischen Flugbetriebs weiter aus. Im Jahr 2025 positionierte sich der Flughafen verstärkt als Veranstaltungs- und Kongressstandort, unter anderem durch Messen, Fachkongresse und kulturelle Veranstaltungen. Im Bereich Personalmanagement wurde dem Flughafen erneut das BGF-Gütesiegel verliehen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz. Zu den umgesetzten Projekten zählen die Einführung einer elektrischen Bodenstromversorgung, der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage auf dem Parkhausdach. Weitere Maßnahmen, darunter die Umstellung auf LED-Beleuchtung in technischen Gebäuden und die Anschaffung zusätzlicher elektrisch betriebener Fahrzeuge und Geräte, sind in Vorbereitung. Zudem ist eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer geplanten Leistung von rund 16 MWp vorgesehen, die einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Energieversorgung leisten soll.
Organisatorisch wurde der Graz Airport mit Jahresbeginn 2026 der Vorstandssparte „Mobilität & Freizeit“ der Holding Graz zugeordnet. Gleichzeitig wurde ein neuer Aufsichtsrat eingerichtet, der die strategische Weiterentwicklung des Flughafens begleiten soll. Ziel ist eine langfristig wirtschaftlich tragfähige Positionierung des Standorts als regionales Mobilitäts-, Wirtschafts- und Energiezentrum, insbesondere im Kontext der sich entwickelnden Area South.
Die Verantwortlichen sehen den Flughafen damit sowohl infrastrukturell als auch organisatorisch für die kommenden Jahre gestärkt, betonen jedoch weiterhin die Bedeutung einer stabilen Verkehrsentwicklung als Grundlage für den nachhaltigen Betrieb eines Regionalflughafens.
