Flughafen Frankfurt: 25 Jahre „Pro Flughafen“

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Einen großen Andrang gab es bei dem 25-jährigen Jubiläum der Bürgeraktion PRO Flughafen. Mehr als 150 Gäste feierten im Besucherzentrum der Fraport AG in Terminal 1 des Flughafens.

Ministerpräsident Boris Rhein sandte „herzliche Grüße“ als Videobotschaft. „Seit einem Vierteljahrhundert leisten die Menschen, die sich hier engagieren, Großes für den Frankfurter Flughafen und damit auch Großes für uns alle. Denn der Frankfurter Flughafen hat einen bedeutenden Anteil an der wirtschaftlichen Stärke unseres Landes.“ so der Ministerpräsident.


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Der frühere Ministerpräsident Roland Koch, der den Ausbau des Flughafens vorangetrieben hat, bedankte sich für die Beteiligung der in PRO Flughafen engagierten Bürger am demokratischen Prozess der Ausbaudiskussion und der weiteren Begleitung der Entwicklung des Flughafens.

In einem Roundtable unter Leitung der Wirtschaftsjournalistin Sina Mainitz diskutierten Flughafen-Chef Dr. Stefan Schulte, sein Vorgänger Prof. Dr. Wilhelm Bender, der frühere Wirtschafts- Verkehrs- und Planungsminister Dieter Posch, der IHK-Präsident Ulrich Caspar sowie Achim Carius als Gründungsmitglied von PRO Flughafen über den Flughafenausbau und das Engagement der Bürgeraktion PRO Flughafen und ihrer Mitglieder. Sie waren sich einig über die Bedeutung des Ausbaus und die Verdienste von PRO Flughafen als Stimme der Mehrheit der Bürger der Region.

Achim Carius, Gründungsmitglied von PRO Flughafen, erzählte, wie hart die Auseinandersetzung mit den Gegnern am Anfang gewesen sei. Da habe man auch schon mal Prügel angedroht bekommen.

Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt lobte die Bürgeraktion PRO Flughafen für ihren Mut, sich in der erhitzten Auseinandersetzung zum Ausbau des Flughafens zu bekennen. Der Flughafen habe eine überragende Bedeutung für die Region. Ihm sei zu verdanken, dass die Region im Gegensatz zu Deutschland im den vergangenen Jahren ein Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hatte.

Schulte und Bender dankten auch für die Unterstützung der hessischen Politik für den Ausbau. Das sei nicht selbstverständlich. Bender verwies auf das Hin und Her des bayrischen Ministerpräsidenten bezüglich der dritten Bahn für den Flughafen München.

Die Bürgeraktion PRO Flughafen wurde am 1. April 2000 gegründet nach der Erfahrung mit den Auseinandersetzungen um den Bau der Startbahn West. Damals entstand in der Öffentlichkeit der Eindruck, dass es nur drei Parteien in der Auseinandersetzung gäbe: der Staat und die Luftverkehrsbranche auf der einen Seite und die protestierenden Bürger auf der anderen. Bei dem erneuten Ausbau sollte die damals „schweigende Mehrheit“ eine Stimme bekommen. So die Intention der Gründer der Bürgeraktion.

Pro Flughafen vertrat im Regionalen Dialogforum zum Flughafenausbau und bei vielen Veranstaltungen die Pro-Position. Sie standen und stehen auf den Hessentagen in der Region, und auf den regionalen Verbrauchermessen „Rheinland-Pfalz-Ausstellung“ an ihren Ständen als Ansprechpartner für die Bürger bereit. Sie gehen auf Parteitage und mischen sich mit Erklärungen und Newslettern in die Diskussion um den Flughafen und das Fliegen ein. Anders als die Bürgerinitiativen gegen den Flughafen hat die Bürgeraktion PRO Flughafen in den letzten Jahren viele neue, vor allem auch junge Mitglieder dazugewonnen u.a. mit Veranstaltungen rund um den Flughafen.

Der Vorsitzende der Bürgeraktion PRO Flughafen Ernö Theuer, ein Frankfurter Unternehmer, ehrte die anwesenden Gründungsmitglieder sowie die langjährige Vorsitzende Christel Karesch, die 2023 für ihr Engagement in der Diskussion um den Flughafenausbau den Verdienstorden am Bande des Landes Hessen bekommen hat.

Für Caspar ist das Engagement der Bürgeraktion PRO Flughafen zu wertvoll, um nur zurück zu schauen. Er verwies darauf, dass der Luftverkehr auch heute Probleme habe und nannte die Luftverkehrssteuer. Es sei wichtig, dass die Frage nicht nur von der IHK und der Wirtschaft diskutiert werde, sondern aus der Mitte der Gesellschaft heraus. Deshalb sei PRO Flughafen „eine Initiative für die Zukunft“.

Im abschließenden Beitrag erklärte Aletta von Massenbach, CEO des Flughafens Berlin-Brandenburg und Präsidentin des Flughafenverbandes ADV, der Luftverkehr stehe für Weltoffenheit, Konnektivität und wirtschaftlichen Erfolg. Der gesellschaftliche Konsens, Luftverkehr und Fliegen zu ermöglichen, sei „total wichtig“. 25 Jahre PRO Flughafen seien sehr schön, „aber bitte weitermachen!“

Quelle: PM Pro Flughafen