Flughafen Düsseldorf hält an Bewegungsobergrenze fest und will Kapazitäten flexibler nutzen

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

Der Flughafen Düsseldorf will seine bestehenden Kapazitäten künftig flexibler nutzen, ohne die bisherige Bewegungsobergrenze auszuweiten. Der im Dezember 2025 beim zuständigen Landesverkehrsministerium eingereichte Änderungsantrag im laufenden Planfeststellungsverfahren wird ab 2. September 2026 öffentlich ausgelegt. Bürgerinnen und Bürger können die Unterlagen einsehen und sich im Verfahren äußern.

Grundlage des geänderten Antrags ist eine aktuelle Luftverkehrsprognose für das Jahr 2040 sowie eine darauf aufbauende Untersuchung der Auswirkungen auf das Flughafenumfeld.


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Die bestehende Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten soll unverändert bleiben. Innerhalb dieses Rahmens soll das Kontingent für Linien- und Charterverkehr von bislang 122.176 auf maximal 128.000 Flugbewegungen steigen. Für den übrigen Verkehr sind weiterhin mindestens 3.000 Bewegungen vorgesehen.

Bis zu 60 Flugbewegungen in Zweibahnstunden

Der Airport will außerdem die bestehende Infrastruktur flexibler nutzen. Bereits heute dürfen an insgesamt 56 Stunden pro Woche zwischen 6 und 22 Uhr beide Start- und Landebahnen genutzt werden. Für diese Zeiträume beantragt der Flughafen, künftig bis zu 60 statt bislang 47 Flugbewegungen pro Stunde koordinieren zu können.

Zusätzlich soll die Nutzung der Zweibahnstunden flexibler an unvorhersehbare Ereignisse wie Gewitter oder Engpässe im Luftraum angepasst werden können. Damit sollen Verkehrsspitzen besser bewältigt, Betriebsabläufe stabilisiert und zusätzliche Verspätungen vermieden werden.

Die bestehenden Nachtflugregeln sollen unverändert bleiben. Zwischen 22 und 23 Uhr dürfen maximal 33 Landungen pro Tag geplant werden. Planmäßige Starts sind in dieser Stunde nicht zulässig. Starts sind erst ab 6 Uhr erlaubt. Zwischen 23 und 6 Uhr dürfen im Linien- und Charterverkehr grundsätzlich keine Flugbewegungen geplant werden.

Weniger verspätete Nachtlandungen

Der Flughafen verweist zudem auf Fortschritte bei der Pünktlichkeit. Im Rahmen des Qualitätsprogramms „Off-Block“ sank die Zahl verspäteter Landungen in der Nacht 2024 um sieben Prozent und 2025 nochmals um mehr als fünf Prozent. Gleichzeitig stieg das Verkehrsaufkommen in beiden Jahren zusammen um rund 5,5 Prozent.

Auch die Lärmbelastung rund um den Flughafen ist nach Angaben des Airports seit Anfang der 1990er-Jahre um mehr als die Hälfte gesunken, obwohl die Zahl der Flugbewegungen im gleichen Zeitraum um rund 25 Prozent zunahm.

Über seine Entgeltordnung setzt der Flughafen finanzielle Anreize für den Einsatz moderner, leiserer und emissionsärmerer Flugzeuge. Die Lärmzuschläge steigen zu den Tagesrandzeiten und insbesondere in der Kernnacht deutlich an und können in der Spitze das 44-Fache des Tageszuschlags erreichen.

Seit 2003 hat der Flughafen Düsseldorf nach eigenen Angaben außerdem mehr als 78 Millionen Euro in bauliche Schallschutzmaßnahmen in der Nachbarschaft investiert. Das freiwillige Schallschutzprogramm wird seit mehr als zehn Jahren fortgeführt.

Quelle: PM Flughafen Düsseldorf/KI

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