Flughäfen in Deutschland: Sommerferien 2024 sorgten für Wachstum

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Die deutschen Flughäfen konnten im Juli knapp 21,2 Millionen an- und abfliegende Passagiere begrüßen. Das Passagieraufkommen steigt gegenüber dem Vormonat Juni um rund +1,2 Mio. Passagiere. Der Juli ist geprägt vom Reiseverkehr während der Sommerferien. In Deutschland liegt die Recovery-Rate zum Vorkrisenniveau von 2019 im Juli bei 85,1 Prozent. Damit bleibt Deutschland auch mit vielen touristischen Verkehren im Sommer-Hoch einer der Märkte mit der geringsten Recovery-Rate im europäischen Vergleich. Das teilte am Vormittag der Flughafenverband ADV mit.

21,19 Millionen Passagiere nutzten im Juli die deutschen Flughäfen. Im Vergleich zum Juli 2023 stieg das Aufkommen um +3,5%. Zum Juli 2019 fehlen noch immer -14,9% der Reisenden. Das Cargo-Aufkommen beträgt insgesamt 403.027 Tonnen. Gegenüber Juli 2023 ist das ein Wachstum von +4,2% (ggü. Juli 2019 -0,8%). Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen lag mit 172.754 Starts und Landungen um +3,2% über dem Vorjahreswert. Gegenüber 2019 wurden 81,2% der gewerblichen Flüge durchgeführt.


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Der Juli im Blick – Wachstum nur noch bei zwei von drei Verkehrssegmenten

Die interkontinentalen Verkehrsmärkte sind im Sommerreiseverkehr gefragt – es fehlen nur noch knapp 5% zum Vorkrisenniveau. Während das Wachstum bei den klassischen, touristischen Europa-Verkehren im Sommer weiter nachlässt und lediglich Wachstumsraten im niedrigen einstelligen Bereich erfährt, sind die innerdeutschen Verkehre vom „Wachstum“ weit entfernt: sowohl gegenüber Vormonat, Vorjahr als auch Vorkrisenniveau.

Die Nachfrage im innerdeutschen Luftverkehr nimmt im Juli mit 2,08 Mio. Passagieren im Vergleich zum Vormonat Juni etwas ab (ca. -100.000 Passagiere). Im Vorjahresvergleich schrumpft dieses Marktsegment um -2,0%. Der fehlende Wettbewerb im innerdeutschen Verkehr verhindert einen nachfragegerechten Angebotsaufbau. Fehlende Verbindungen, gering frequentierte Streckenbedienungen und einzelne Flugstreichungen begrenzen die Möglichkeit für eine Erholung in diesem Segment. Gegenüber Juli 2019 fehlen noch knapp die Hälfte der Passagiere (-48,0%). Im Europa-Verkehr wurden im Juli 15,14 Millionen Passagiere gezählt. Zum Vormonat Juni wächst das Passagieraufkommen wie saisonal üblich um +6,1% (knapp +868.000 Passagiere). Im Vergleich zum Juli beträgt das Wachstum lediglich +3,9%. Der Trend der Vormonate setzt sich fort: die Wachstumsrate zum Vorjahr schwächt sich immer weiter ab. Die Recovery-Rate zu 2019 liegt bei 90,8%.
Mit mehr als 3,92 Millionen Passagieren steigt die Interkont-Nachfrage im Vergleich zum Juni (rund +456.000 Passagiere). Gegenüber dem Vorjahresmonat (Juli 2023) wächst dieses Marktsegment mit +5,0%. Im Vergleich zum Juli 2019 liegt die Recovery-Rate bei 94,2% der Passagiere – im Interkont-Verkehr fehlen nur noch knapp 5% zum Vorkrisenniveau aus 2019.

Das Jahr im Blick – Corona-Nachhol-Effekte sind vorbei – weiteres Wachstum kommt nicht mehr aus allen Verkehrssegmenten

Von Januar bis Juli 2024 wurden an den deutschen Flughäfen 117,91 Millionen Passagiere (an+ab) gezählt. Das sind zum Vorjahreszeitraum +9,0% mehr Passagiere. Mit dem Juli erreichen alle Distanzklassen bereits den zweiten Monat in Folge ausschließlich einstellige Wachstumsraten. Dass sich der deutsche Luftverkehrsmarkt nicht weiter dem Vorkrisenniveau annähert hat vor allem einen Grund: Aufgrund der hohen (und weiter gestiegenen) staatlichen Standortkosten konzentrieren sich Airlines auf profitablere Flugverbindungen im nicht-deutschen, europäischen Ausland. Die deutsche Recovery-Rate erreicht in den ersten sieben Monaten nur 82,4% zum Vorkrisenzeitraum Jan-Juli 2019.

Verteilung der Marktsegmente im Jahresverlauf:

13,54 Millionen Passagiere flogen innerdeutsch (+5,1% zum Vorjahr), gegenüber Jan-Juli 2019 ist das weniger als die Hälfte (49,7%). 81,0 Millionen Passagiere sind im Europa-Verkehr an den deutschen Flughäfen unterwegs (+9,4% zum Vorjahr, gegenüber Jan-Juli 2019 sind es 89,2%). Die Interkont-Nachfrage (23,17 Millionen Paxe) wächst mit +10,0% zum Vorjahr (gegenüber Jan-Juli 2019 sind es 93,5%).

Cargo-Aufkommen – Positives Wachstum dank mehr Ausladungen – Einladungen stagnieren!

Zum Vormonat Juni steigt das Luftfrachtaufkommen im Juli um knapp 1.000t. Die insgesamt 403.027 Tonnen bedeuten im Vergleich zum Vorjahresmonat aus 2023 +4,2% mehr Fracht (gegenüber 2019 sind das -0,8%).

Die Einladungen erreichen im Juli 206.858 Tonnen (gegenüber 2023 +1,0%, gegenüber 2019 -2,3%). Die Ausladungen wachsen um +7,8% auf 196.170 Tonnen (gegenüber 2019 +1,0%).

Das Luftfrachtaufkommen von Januar bis Juli 2024 summiert sich auf insgesamt 2.762.536 Tonnen (+2,4% zum Vergleichszeitraum 2023 und ggü. 2019 -0,9%). Die Ausladungen (+5,0%) wachsen, während die Einladungen (+0,02%) stagnieren.

Quelle: PM ADV