Flughäfen in Deutschland: 15,18 Mio. Passagiere im November 2024 in Deutschland – deutlich weniger als im Oktober

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Die deutschen Flughäfen konnten im November 2024 15,18 Millionen an- und abfliegende Passagiere begrüßen. Das Passagieraufkommen fällt zum Vormonat Oktober um rund 6 Mio. Passagiere. Die Recovery zum Vorkrisenniveau von 2019 fällt auf nur noch 86,4 Prozent zurück – der schlechteste Wert seit 5 Monaten, teilte am Donnerstag der Flughafenverband ADV mit.

15,18 Millionen Passagiere nutzten im November die deutschen Flughäfen. Im Vergleich zum November 2023 stieg das Aufkommen um +6,3%. Zum November 2019 fehlen noch immer -13,6% der Reisenden. Das Cargo-Aufkommen beträgt insgesamt 415.560 Tonnen. Gegenüber November 2023 ist das ein Rückgang von -0,7% (ggü. November 2019 -2,7%). Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen lag mit 134.950 Starts und Landungen um +1,2% über dem Vorjahreswert. Gegenüber 2019 wurden 79,5% der gewerblichen Flüge durchgeführt.


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Der November im Blick – Verkehrssegmente zeigen: wo es ein Angebot gibt, wird auch geflogen

Der Monat November zählt zu den verkehrsschwächsten Monaten im Jahresverlauf. Dennoch sind die 6 Mio. Passagiere weniger zum Vormonat Oktober ein Warnzeichen. Das sehr geringe Wachstum im Sitzplatzangebot zum Vorjahr zeigt: Einerseits erhöht sich die Auslastung, weil das Nachfragewachstum größer als Angebotswachstum ausfällt. Andererseits bremst das knappe Flugangebot, das noch nicht einmal 4 von 5 Sitzen aus dem Jahr 2019 aufweist, die Nachfrageentwicklung aus, weil der Markt nicht da ist. In der Recovery bleibt Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin das Schlusslicht.

Die Nachfrage im innerdeutschen Luftverkehr nimmt im November mit 2,05 Mio. Passagieren im Vergleich zum Vormonat Oktober ab (rund -208.000 Passagiere). Eine untypische Beobachtung für einen starken Businessreisemonat wie den November. Im Vorjahresvergleich fällt dieses Marktsegment um -1,0%. Gegenüber November 2019 fehlen noch knapp die Hälfte der Passagiere (-44,6%). Im Europa-Verkehr wurden im November 9,78 Millionen Passagiere gezählt. Zum Vormonat Oktober fällt das Passagieraufkommen mit -35,4% (rund -5,38 Mio. Passagiere) – typisch für den Nichtferienmonat November. Im Vergleich zum November 2023 beträgt das Wachstum +7,3%. Die Recovery-Rate zu 2019 liegt bei 93,5%. Mit mehr als 3,31 Millionen Passagieren fällt die Interkont-Nachfrage im Vergleich zum Oktober (rund -471.000 Passagiere). Zum Vorjahresmonat (November 2023) wächst dieses Marktsegment mit +8,1%. Im Vergleich zum November 2019 liegt die Recovery-Rate bei 98,0% der Passagiere.

Das Jahr im Blick – Nachfragewachstum verlangsamt sich immer weiter

Von Januar bis November 2024 wurden an den deutschen Flughäfen 197,17 Millionen Passagiere (an+ab) gezählt. Das sind zum Vorjahreszeitraum +7,4% mehr Passagiere. Der Jahrestrend mit der weiter abnehmenden Wachstumsdynamik hält an. Zum Jahresende werden die deutschen Flughäfen – wie prognostiziert – auf ein Jahreswachstum von rund +7 % verweisen. Schon jetzt lässt sich zusammenfassend für 2024 festhalten: kaum innerdeutsches Luftverkehrsangebot erstickt die vorhandene Nachfrage und ein nur vorsichtiger internationaler Angebotsaufbau lässt die Nachfrage nur gebremst wachsen – zum Schaden der deutschen Wirtschaft und des Tourismus. Im Vorjahr lag das Jahreswachstum noch bei +22%. Die deutsche Recovery-Rate erreicht in den elf Monaten nur 84,5% zum Vorkrisenzeitraum Jan-Nov 2019.

Verteilung der Marktsegmente im Jahresverlauf:

22,15 Millionen Passagiere flogen innerdeutsch (+3,3% zum Vorjahr), gegenüber Jan-Nov 2019 ist das geringfügig mehr als die Hälfte (51,5%). 136,81 Millionen Passagiere sind im Europa-Verkehr an den deutschen Flughäfen unterwegs (+7,9% zum Vorjahr, gegenüber Jan-Nov 2019 sind es 91,4%). Die Interkont-Nachfrage (37,9 Millionen Pax) wächst mit +8,1% zum Vorjahr (gegenüber Jan-Nov 2019 sind es 94,0%).

Cargo-Aufkommen – Konjunkturkrise schlägt durch – Luftfrachtwachstum stagniert

Zum Vormonat Oktober fällt das Luftfrachtaufkommen im November um rund 6.400t. Die insgesamt 415.560 Tonnen bedeuten im Vergleich zum Vorjahresmonat aus 2023 -0,7% weniger Fracht (gegenüber 2019 sind das -2,7%). Positive Trendzahlen vermelden in der Luftfracht nur noch die Ausladungen – die Einladungen gehen in allen Kennziffern zurück.

Die Einladungen erreichen im November 212.848 Tonnen (gegenüber 2023 -2,2%, gegenüber 2019 -3,4%). Die Ausladungen wachsen um +1,0% auf 202.713 Tonnen (gegenüber 2019 -1,8%).

Das Luftfrachtaufkommen von Januar bis November 2024 summiert sich auf insgesamt 4.383.015 Tonnen (+2,0% zum Vergleichszeitraum 2023 und ggü. 2019 -0,5%). Die Ausladungen (+4,7%) wachsen, während die Einladungen (-0,4%) eher zurückgehen.

Quelle: PM ADV