Im Jahr 2025 nutzten 9,6 Millionen Passagiere den EuroAirport. Damit war 2025 das bisher passagierstärkste Jahr in der Geschichte des Flughafen. Geprägt war das Jahr von einer hohen Nachfrage und einem intensiven Sommerbetrieb sowie von Fortschritten bei Infrastrukturprojekten, bei der Stabilisierung des Betriebs und bei Umwelt- und Lärmmassnahmen.
Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg verzeichnete 2025 eine insgesamt stabile Betriebsentwicklung. Während der Sommerferienperiode nutzten über 2,4 Millionen Passagiere den Flughafen, was einem Anstieg von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz europaweiter Engpässe in der Flugsicherung und witterungsbedingter Einschränkungen blieb der Betrieb geordnet. Eingeführte Instrumente wie Slot-Koordination und Echtzeitdatenaustausch mit der europäischen Flugsicherung trugen zur Stabilisierung der Verkehrsabläufe bei.
Im Frachtbereich entwickelte sich das Aufkommen stabil. Der Schwerpunkt lag weiterhin auf zeit- und temperatursensiblen Gütern, insbesondere für die Life-Sciences-Industrie, womit das spezialisierte Cargo-Terminal seine strategische Rolle bestätigte. Auch der Industriebereich blieb dynamisch: Der Standort behauptete seine internationale Position als Zentrum für Ausstattung und Wartung von VVIP-Flugzeugen.
Zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität wurden 2025 mehrere Massnahmen umgesetzt, darunter die vollständige Erneuerung des gastronomischen Angebots, die teilweise Wiedereröffnung der Zuschauerterrasse sowie der Relaunch des Webauftritts. Für 2026 ist der Baubeginn der Modernisierung der Wartebereiche an den südlichen Gates vorgesehen. Der Terminalanbau EMT Landside befindet sich in Planung, mit Baustart ab 2027 und Inbetriebnahme 2030/31.
Ein Schwerpunkt blieb der Umweltbereich. Die nächtlichen Flugbewegungen wurden weiter reduziert, insbesondere zwischen 23 und 24 Uhr. Im Vergleich zu 2019 gingen Starts nach 23 Uhr deutlich zurück, der nächtliche Lärmpegel sank nördlich des Flughafens um rund 7 dB(A) und südlich um rund 1,5 dB(A). Trotz dieser Fortschritte werden die Immissionsgrenzwerte zwischen 22 und 24 Uhr weiterhin überschritten. Die Südlandequote lag 2025 bei 12,9 Prozent und damit über dem Schwellenwert; laut BAZL und DGAC sind derzeit keine umsetzbaren Gegenmassnahmen möglich.
Im Klimaschutz verfolgt der EuroAirport das Ziel, seine eigenen CO₂-Emissionen (Scopes 1 und 2) bis spätestens 2030 auf Netto-Null zu senken. 2025 wurden unter anderem Photovoltaik, Elektrifizierung von Fahrzeugen und Bodengeräten sowie neue Velowege weiter ausgebaut.
Ab 2026 startet ein mehrjähriger Investitionszyklus von über 500 Millionen Euro. Für 2026 sind Investitionen von 79 Millionen Euro vorgesehen, unter anderem für die Sanierung der Hauptpiste vom 15. April bis 20. Mai 2026, die Modernisierung der Gates Süd sowie vorbereitende Arbeiten für das Projekt EMT Landside.
