Emirates verbucht erstmals Verluste

Werbung
Foto: Emirates

Die Emirates Group hat heute (15.06.2021) das erste Verlustjahr in über 30 Jahren verkündet. Verursacht wurde es durch einen signifikanten Umsatzrückgang, der vollständig auf die Auswirkungen von COVID-19 bedingten Flug- und Reisebeschränkungen über das gesamte Geschäftsjahr 2020-21 hinweg zurückzuführen ist. Im am Dienstag veröffentlichten 2020-21-Geschäftsbericht verzeichnet die Gruppe zum Stichtag 31. März 2021 einen Verlust von 22,1 Milliarden AED (6,0 Milliarden USD) im Vergleich zu einem Gewinn von 1,7 Milliarden AED (456 Millionen USD) im Vorjahr. Der Umsatz der Unternehmensgruppe betrug 35,6 Milliarden AED (9,7 Milliarden USD). Dies entspricht einem Rückgang von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz. Die Cash Balance betrug 19,8 Milliarden AED (5,4 Milliarden USD), ein Rückgang um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dies wurde maßgeblich bedingt durch die schwache Nachfrage aufgrund der zahlreichen, durch die Pandemie bedingten Geschäfts- und Reisebeschränkungen über alle Unternehmensbereiche und Märkte der Gruppe hinweg.

Werbung

Hinweis in eigener Sache
Der neue airportzentrale.de - Newsletter ist da
Jetzt kostenlos abonnieren

Seine Hoheit Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive, Emirates Airline & Group: „Die COVID-19-Pandemie fordert weiterhin einen enormen Tribut von den Menschen, Gemeinschaften, Volkswirtschaften sowie der Luftfahrt- und Reiseindustrie. Im Geschäftsjahr 2020-21 wurden Emirates und dnata schwer vom Nachfragerückgang für internationale Flugreisen getroffen, da Länder ihre Grenzen geschlossen und strikte Reisebeschränkungen verhängt haben.“

„Oberste Priorität während des gesamten Geschäftsjahres hatte die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und Kunden, die Bewahrung unserer Liquidität sowie Kostenkontrolle und die sichere und nachhaltige Wiederherstellung unseres Flugbetriebs. Von unserem Anteilseigner, der Regierung von Dubai, hat Emirates eine Kapitalinvestition in Höhe von 11,3 Milliarden AED (3,1 Milliarden USD) erhalten. dnata hat von mehreren Unterstützungsprogrammen der Industrie Gebrauch gemacht und im Geschäftsjahr 2020-21 eine Entlastung von knapp 800 Millionen AED in Anspruch genommen. Damit konnten wir den Betrieb fortsetzen und die große Mehrheit unserer talentierten Belegschaft halten. Leider mussten wir trotzdem die schwere Entscheidung treffen, die Anzahl unserer Mitarbeiter aufgrund der reduzierten betrieblichen Erfordernisse anzupassen.“

Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte musste ein Stellenabbau über alle Geschäftsbereiche hinweg umgesetzt werden. Infolgedessen hat sich der Personalbestand der Gruppe um 31 Prozent auf 75.145 Mitarbeiter reduziert.

Um die Kosten unter Kontrolle zu halten, wurden gruppenweit finanzielle Verpflichtungen umstrukturiert, Verträge neu verhandelt, Prozesse überprüft und Abläufe konsolidiert. Die verschiedenen Initiativen zur Kostensenkung brachten im Laufe des Jahres eine geschätzte Einsparung von 7,7 Milliarden AED. Im Geschäftsjahr 2020-21 hat die Gruppe kollektiv 4,7 Milliarden AED (1,3 Milliarden USD) in neue Flugzeuge und Standorte, die Übernahme von Unternehmen sowie die aktuellsten Technologien investiert, um das Unternehmen für die Erholung und zukünftiges Wachstum zu positionieren.

Scheich Ahmed weiter: „Niemand weiß, wann die Pandemie vorüber sein wird aber wir wissen, dass die Erholung nicht vollständig sein wird. Volkswirtschaften und Unternehmen, die der Pandemie aus einer starken Position heraus begegnet sind, werden in einer besseren Lage sein, sich zu behaupten.

Bis 2020-21 hatten Emirates und dnata eine Erfolgsbilanz aus Wachstum und Profitabilität, die auf soliden Geschäftsmodellen, stetigen Investitionen in Kapazität und Infrastruktur, einem starken Innovationsdrang und einer großen Belegschaft unter der Leitung eines stabilen Führungsteams beruht. Diese grundlegenden Bestandteile unseres Erfolgs bleiben unverändert. Zusammen mit Dubais unveränderten Ambitionen, die wirtschaftliche Aktivität zu steigern und eine Stadt für die Zukunft aufzubauen, bin ich zuversichtlich, dass Emirates und dnata sich erholen und stärker als zuvor werden.“

Scheich Ahmed schließt mit den Worten: „Im kommenden Jahr werden wir weiterhin agil auf den dynamischen Markt reagieren. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder unsere volle Betriebskapazität zu erreichen, um unseren Kunden zu bedienen und weiterhin zum Wiederaufbau der von der Pandemie betroffenen Volkswirtschaften und Gemeinden beizutragen.“

Emirates Airline

Die Gesamtkapazität (Passagier- und Frachtgeschäft) sank um 58 Prozent auf 24,8 Milliarden angebotene Tonnen-Kilometer (Available Tonne Kilometres; ATKM) am Ende des Geschäftsjahres 2020-21. Grund hierfür waren die pandemiebedingten Flug- und Reisebeschränkungen, darunter die komplette Aussetzung der Passagierdienste für knapp acht Wochen aufgrund einer Direktive der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate vom 25. März 2020.

Emirates hat im Laufe des Jahres drei neue A380 erhalten und insgesamt 14 ältere Flugzeuge ausgeflottet, darunter neun Boeing 777-300ER und fünf A380. Die Flottengröße lag damit Ende März bei 259 Flugzeugen. Das durchschnittliche Flottenalter beträgt weiterhin nur rund 7,3 Jahre. Der Auftragsbestand von Emirates für 200 Flugzeuge bleibt derzeit unverändert. Die Fluggesellschaft folgt weiterhin ihrer langjährigen Strategie, eine moderne und effiziente Flotte zu betreiben, die ihr Markenversprechen „Fly Better“ unterstreicht, da junge Flugzeuge besser für die Umwelt, besser für den Betrieb und besser für die Fluggäste sind.

In enger Zusammenarbeit mit den Akteuren der Luftfahrtbranche hat Emirates Maßnahmen zur biologischen Sicherheit entwickelt und umgesetzt. Ab Mitte Juni 2020 hat die Fluggesellschaft schrittweise ihr Passagiernetz und die Hub-Konnektivität sukzessive wiederhergestellt, als die VAE für Transitreisende und später wieder für internationale Ankünfte geöffnet wurden.

Im Laufe des Jahres reaktivierte Emirates seine strategische Codeshare-Partnerschaft mit flydubai und schloss Vereinbarungen mit neuen Partnern wie TAP Air Portugal, FlySafair und Airlink in Südafrika ab, um die Konnektivität für seine Kunden zu erweitern.

Die Steigerung von null Linien-Passagierdiensten zu Beginn des Geschäftsjahres zu einem Streckennetz von über 120 Destinationen zum Stichtag 31. März 2021 zeigt die Fähigkeit von Emirates, sich auf Herausforderungen einzustellen und ihnen zu begegnen und bekräftigt die Resilienz seiner Mitarbeiter und des Geschäftsmodells.

Aufgrund des deutlich reduzierten und eingeschränkten Kapazitätseinsatzes in den meisten Märkten ging der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr um 66 Prozent auf 30,9 Milliarden AED (8,4 Milliarden USD) zurück. Währungsschwankungen hatten in diesem Jahr keinen signifikanten Einfluss auf den Umsatz der Fluggesellschaft.

Die Gesamtbetriebskosten sanken um 46 Prozent im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr. Anschaffungskosten (Abschreibung und Amortisation) und Personalkosten waren die beiden größten Kostenkomponenten für Emirates im Geschäftsjahr 2020-21, gefolgt von Treibstoffkosten, die 14 Prozent der Betriebskosten im Vergleich zu 31 Prozent im 2019-20 ausmachten. Die Treibstoffrechnung reduzierte sich um 76 Prozent auf 6,4 Milliarden AED (1,7 Milliarden USD) im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich getrieben durch den 69 Prozent geringeren Treibstoffbedarf in Übereinstimmung mit der reduzierten Kapazität.

Aufgrund anhaltender pandemiebedingter Flug- und Reiserestriktionen verzeichnet die Fluggesellschaft einen Verlust von 20,3 Milliarden AED (5,5 Milliarden USD) im Vergleich zu dem Gewinn von 1,1 Milliarden AED (288 Millionen USD) im Vorjahr sowie eine negative Gewinnmarge von 65,6 Prozent. Diese beinhaltet eine einmalige Wertminderungsaufwendung, die sich hauptsächlich auf bestimmte Flugzeuge bezieht, die sich derzeit am Boden befinden und von denen nicht erwartet wird, dass sie vor ihrer planmäßigen Ausflottung im Laufe des kommenden Geschäftsjahres in den Flugdienst zurückkehren.

Emirates beförderte im Geschäftsjahr 2020-21 6,6 Millionen Passagiere (ein Minus von 88 Prozent). Bei einer um 83 Prozent gesunkenen Sitzplatzkapazität erreichte Emirates einen Passagiersitzfaktor von 44,3 Prozent im Vergleich zu den 78,5 Prozent des Vorjahres. Der Passagierertrag stieg um 48 Prozent auf 38,9 Fils (10,6 US-Cents), was hauptsächlich auf einen günstigen Streckenmix, Tarife und eine anhaltend gesunde Nachfrage nach Premium-Sitzen zurückzuführen ist. Die Ergebnisse für Sitzladefaktor und Passagierertrag sind aufgrund der ungewöhnlichen Pandemie-Situation nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Emirates hat auf die Pandemie mit branchenführenden Entwicklungen von neuen Service- und Betriebsprotokollen sowie Kunden-Initiativen reagiert, um seine Fluggäste und Mitarbeiter zu schützen. Darunter etwa der branchenweit erste kostenfreie Schutz vor COVID-19-bedingten, medizinischen Kosten für alle Passagiere sowie der Verzicht auf Umbuchungs- oder Stornierungsgebühren. Zu den weiteren Maßnahmen gehören die Beschleunigung der Rückerstattungsabwicklung sowie der Biometrie-Technik und andere Technologieprojekte, die das Reiseerlebnis verbessern und gleichzeitig die Anzahl der Kontakte am Flughafen reduzieren.

Emirates hat mit der Einführung der neuen Premium-Economy-Class-Sitze und anderen Produktoptimierungen in sein A380-Erlebnis investiert. Darüber hinaus hat die Fluggesellschaft die beiden neuen Technologieplattformen Emirates Partner Portal und Emirates Gateway eingeführt, um besser mit Reisebüropartnern zu interagieren.

Für Vielflieger hat Emirates Skywards großzügige Verlängerungen des Mitgliedsstatus und der Meilengültigkeit bis 2022 angeboten und zudem zahlreiche Initiativen eingeführt, um Mitgliedern dabei zu helfen, Prämien zu sammeln und einzulösen, auch wenn sie nicht unmittelbar verreisen können.

Emirates SkyCargo hat sehr erfolgreich und schnell auf die neue Nachfrage in einem veränderten Weltmarkt reagiert hat und trug 60 Prozent zum Gesamttransportumsatz der Airline bei.

Emirates SkyCargo hat seinen Betrieb schnell aufgestockt und sein Fracht-Streckennetz neu aufgebaut, um die starke Nachfrage von Spediteuren zu befriedigen, die mit einem Kapazitätsengpass konfrontiert waren, da die Pandemie die Fluggesellschaften zu einer drastischen Reduzierung ihrer Flüge gezwungen hat. SkyCargo ergänzte seine bestehenden Frachter-Kapazitäten, indem sie 19 „Mini-Frachter“ in Form von modifizierten Boeing 777-300ER Passagierflugzeugen in Betrieb genommen hat, bei denen die Sitze in der Economy-Kabine entfernt wurden, um Raum für zusätzliche Fracht zu schaffen. Die Frachtdivision hat zudem neue Beladungsprotokolle eingeführt, um die Gepäckfächer und Passagiersitze sicher für den Transport von Fracht zu nutzen.

Neben der Unterstützung globaler Lieferketten für Lebensmittel, medizinische und andere Güter nutzte Emirates SkyCargo auch seine Pharmakompetenz und -infrastruktur, um die weltweite Verteilung von COVID-19-Impfstoffen und humanitäre Hilfe für den Libanon nach den Explosionen im Hafen von Beirut zu unterstützen. Im Oktober hat Emirates SkyCargo in Dubai ein spezielles GDP-zertifiziertes luftseitiges Drehkreuz für COVID-19-Impfstoffe errichtet und ging später eine Partnerschaft mit UNICEF ein, um den schnellen Transport von COVID-19-Impfstoffen in Entwicklungsländer über Dubai zu ermöglichen.

Aufgrund der starken Nachfrage für Luftfracht über das gesamte Jahr hinweg verzeichnet die Frachtdivision einen Umsatz von 17,1 Milliarden AED (4,7 Milliarden USD), eine Steigerung von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Frachterlöse pro Fracht-Tonnen-Kilometer (Freight-Tonne-Kilometre; FTKM) sind deutlich um 88 Prozent angestiegen, bedingt durch die einzigartige pandemische Situation, die zu einer signifikant reduzierten Frachtkapazität in den Märkten weltweit geführt hat.

Die Frachttonnage reduzierte sich um 22 Prozent auf 1,9 Millionen Tonnen aufgrund der reduzierten, verfügbaren Unterdeck-Frachtkapazität im gesamten Jahr. Am Ende des Geschäftsjahres 2020-21 bestand die Frachterflotte von Emirates SkyCargo unverändert aus elf Boeing 777-F.

Im Laufe des Jahres hat Emirates verschiedene Flugzeugleasingverträge und Darlehen erfolgreich restrukturiert. Die Unterstützung von Luftfahrt-Leasinggebern und Finanzierungspartnern in diesen schwierigen Zeiten spiegelt das Vertrauen der Finanzwelt in das Geschäftsmodell von Emirates und seine mittel- bis langfristigen Perspektiven wider.

Zusätzlich zu der 14,5 Milliarden AED-Finanzierung, die 2020-21 für Flugzeuge und allgemeine Unternehmenszwecke aufgenommen wurde, hat Emirates bereits verbindliche Angebote zur Finanzierung von zwei Flugzeug-Auslieferungen im Jahr 2021-22 erhalten. Die Fluggesellschaft wird weiterhin den Finanzmarkt für weitere Liquidität in Anspruch nehmen, um ein Polster für den potenziellen Einfluss der COVID-19-Pandemie auf den Unternehmens-Cashflow in der nahen Zukunft aufzubauen.

Emirates hat das Geschäftsjahr mit einem Cash-Asset-Niveau von 15,1 Milliarden AED (4,1 Milliarden USD) abgeschlossen. Diese Zahl wäre ohne die einmalige Auszahlung von 8,5 Milliarden AED für Kunden-Rückerstattungen noch höher ausgefallen.

dnata

Die Auswirkungen von COVID-19 waren über alle Unternehmensbereiche hinweg spürbar. Für das Geschäftsjahr 2020-21 verzeichnet dnata erstmalig einen Verlust in Höhe von 1,8 Milliarden AED (496 Millionen USD). Dies beinhaltet Wertminderungsaufwendungen von 766 Millionen AED (209 Millionen USD) auf Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte

in allen Geschäftsbereichen. Mit der reduzierten Flug- und Reiseaktivität auf der gesamten Welt sank der Gesamtumsatz von dnata um 62 Prozent auf 5,5 Milliarden AED (1,5 Milliarden USD). Das internationale Geschäft von dnata trägt 62 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Um den Grundstein für künftiges Wachstum zu legen, hat dnata während des Geschäftsjahres 2020-21 Investitionen in Höhe von 328 Millionen AED (89 Millionen USD) getätigt.

Im Laufe des Jahres hat dnata den Kauf von Destination Asia abgeschlossen und damit eines der führenden Destinationsmanagement-Unternehmen in Südostasien vollständig unter das Dach der dnata Travel Group gebracht. Zudem wurden wichtige Investitionen zur Stärkung des Geschäfts vorangetrieben, darunter die Eröffnung einer neuen, hochmodernen Frachtanlage in Manchester, technologische Verbesserungen im gesamten Freizeit- und Geschäftsreisebereich, die Einrichtung eines speziellen Zentrums für den Bordverkauf in Großbritannien, und die Eröffnung einer zweiten Cateringanlage in Dublin.

Die Betriebskosten sanken aufgrund des reduzierten Betriebs in der Flughafen-, Catering- und Reise-Sparte auf der ganzen Welt um 48 Prozent auf 7,4 Milliarden AED (2,0 Milliarden USD). Die Cash Balance von dnata belief sich auf 4,7 Milliarden AED (1,3 Milliarden USD), ein Rückgang von 12 Prozent. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, vor allem Zahlungen für Darlehen und Leasing, belief sich auf 548 Millionen AED (149 Millionen USD), während das Unternehmen Nettobarmittel in Höhe von 149 Millionen AED (41 Millionen USD) für wesentliche Investitionstätigkeiten einsetzte. Trotz des starken Umsatzrückgangs und des noch nie dagewesenen Erstattungsvolumens in der Reisesparte verzeichnete das Unternehmen 2020-21 einen positiven operativen Cashflow von 10 Millionen AED (3 Millionen USD).

Der Umsatz aus dem Geschäftsbereich Flughafenbetrieb in den VAE, inklusive Boden- und Frachtabfertigung, ging auf 1,7 Milliarden AED (455 Millionen USD) zurück. Die Zahl der von dnata abgefertigten Flugzeugbewegungen in den VAE ging um 59 Prozent auf 78.000 zurück. Dies spiegelt die Auswirkungen der Einstellung des Passagierbetriebs an beiden Flughäfen in Dubai (DXB und DWC) im März 2020 wider, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Eindämmung der Pandemie angeordnet wurde. Das Volumen an abgefertigter Fracht ging aufgrund der zurückgegangenen verfügbaren Flugkapazität im gesamten Luftfrachtmarkt während des Jahres um 18 Prozent auf 575.000 Tonnen zurück.

Der Umsatz im Geschäftsbereich internationaler Flugbetrieb von dnata ging um 43 Prozent auf 2,3 Milliarden AED (617 Millionen USD) zurück, was die weitreichenden Auswirkungen der globalen Pandemie in allen Märkten zeigt. Der internationale Flughafenbetrieb stellt nach Umsatzbeitrag weiterhin das größte dnata-Geschäftssegment dar.

Die abgefertigten Flugzeugbewegungen gingen aufgrund des niedrigeren Geschäftsvolumens um 18 Prozent auf 211.000 zurück, während es im Frachtabfertigungs-Bereich aufgrund der starken Luftfracht-Nachfrage in zahlreichen Märkten nur einen geringfügigen Rückgang von 5 Prozent auf 2,1 Millionen Tonnen gab.

Die Catering-Sparte von dnata trug 1,0 Milliarden AED (285 Millionen USD) zum Umsatz bei, ein deutliches Minus von 68 Prozent. Im Rahmen des Catering-Geschäfts lieferte dnata 16,9 Millionen Mahlzeiten an seine Airline-Kunden aus, 82 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies ist in erster Linie auf die ganzjährige Auswirkung der Pandemie zurückzuführen, darunter die fast 12-monatige Schließung von Einrichtungen in Australien, die dnata erst vor zwei Jahren erworben hatte.

Im Laufe des Jahres passte die Catering-Sparte ihre Produkte und Dienstleistungen an die neuen Kundenanforderungen an, darunter etwa die Bereitstellung von Mahlzeiten für Quarantäneeinrichtungen. Außerdem arbeitete der Bereich mit lokalen Organisationen in Australien, Irland, Italien und Großbritannien zusammen, um bedürftige Gemeinden zu unterstützen. Im Zuge wichtiger Investitionen für das künftige Wachstum hat dnata Catering eine zweite, hochmoderne Catering-Einrichtung in Dublin eingeweiht und neue Bio-Fermenter eingeführt, um Lebensmittelabfälle im gesamten Betrieb zu reduzieren. Darüber hinaus wurden Solarpaneele am Standort in Singapur als Teil des Engagements von dnata installiert, den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Der Umsatz der Reisesparte von dnata ging um 96 Prozent auf 130 Millionen AED (35 Millionen USD) zurück. Der Gesamt-Transaktionswert (Total Transaction Value; TTV) der Reiseservices ging um 98 Prozent auf 229 Millionen AED (62 Millionen USD) zurück. Ohne Berücksichtigung der Auswirkungen von COVID-19 bedingten Stornierungen von Buchungen, ging der Umsatz der Reisesparte um 89 Prozent auf 294 Millionen AED zurück, der Gesamt-Transaktionswert sank um 83 Prozent auf 1,7 Milliarden AED.

Die Reisesparte von dnata stellte einen Nachfragerückgang, für Geschäfts- und Privatreisen in allen Märkten fest. In einem sehr schwierigen Jahr mit einem sich schnell verändernden globalen Reiseumfeld konzentrierte sich der Geschäftsbereich auf Initiativen zur Kunden-Unterstützung. Über alle Reisemarken hinweg half dnata seinen Kunden, das Vertrauen der Reisenden wiederherzustellen, indem Erstattungen und Umbuchungen bearbeitet und aktuelle Reiseinformationen bereitgestellt wurden.

Die dnata Travel Group hat sich im vergangenen Geschäftsjahr weitere Wachstumschancen gesichert. Im Laufe des Jahres stellte sie die Online-Buchungsmöglichkeiten für den London City Airport in Großbritannien bereit und erweiterte ihre Reichweite im Oman durch eine Partnerschaft mit OUA Travel, die es Handelsvertretern vor Ort ermöglicht, die breite Palette an Reiseprodukten von Gold Medal zu bewerben und an ihre Kunden zu verkaufen.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten und der GCC-Region blieb das Reisegeschäft von dnata stabil. Das Unternehmen hat seine etablierte Präsenz auf dem Heimatmarkt und die Wiedereröffnung Dubais für den internationalen Reiseverkehr genutzt, um für die VAE zu werben.

Quelle: PM Emirates

Schreibe einen Kommentar
Kommentiere den Artikel. Bleibe freundlich und nett, gerne kritisch und konstruktiv, aber stets sachlich. Wir möchten einen respektvollen Umgang miteinander und behalten uns vor Kommentare zu kürzen oder zu löschen.

Mit dem Klick auf "Kommentar senden" wird unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung angegebener und personenbezogener Daten zugestimmt. Dies ist notwendig um Spam zu verhindern. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.