Emirates: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt veröffentlicht Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Emirates-Flüge für Deutschland

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Der erste Emirates Airbus A380 auf dem Werksgelände von Airbus in Hamburg bei der Auslieferung im Juli 2008. Foto: Bildarchiv Emirates

In Deutschland hängen mehr als 18.000 Arbeitsplätze von der Geschäftstätigkeit der Fluggesellschaft Emirates ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Airline für den Standort Deutschland, die vom Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellt und am vergangenen Mittwoch in Frankfurt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das renommierte Institut hat die Geschäftstätigkeit von Emirates in Deutschland untersucht und den daraus für die deutsche Volkswirtschaft erwachsenen Nutzen analysiert. Den Untersuchungen des DLR zufolge belaufen sich die direkten Ausgaben der Fluggesellschaft in Deutschland und die Ausgaben durch ausländische Touristen, die mit Emirates nach Deutschland fliegen, auf insgesamt mehr als 1,6 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Studie „Emirates Airline und Deutschland: Der volkswirtschaftliche Nutzen für Deutschland aus der Geschäftstätigkeit von Emirates“ ist das Ergebnis sechsmonatiger intensiver wissenschaftlicher Forschungsarbeiten eines Teams von Wissenschaftlern des DLR-Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr, das die volkswirtschaftlichen Auswirkungen bestehender Passagier- und Frachtflüge und möglicher zusätzlicher Verbindungen nach Berlin und Stuttgart untersucht hat. Aktuell erlaubt das bilaterale Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten der Fluggesellschaft Emirates, vier Ziele in Deutschland mit Passagierdiensten anzufliegen (Frankfurt, Hamburg, München und Düsseldorf). Die Studie untersucht sowohl die Auswirkungen der aktuellen und der möglichen zusätzlichen Emirates-Verbindungen auf die deutsche Volkswirtschaft als auch die Auswirkungen, die vom Erwerb von Flugzeugen, Triebwerken, Ersatzteilen sowie der Inanspruchnahme von Wartungsdienstleistungen durch Emirates ausgehen.

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Prof. Dr. Johannes Reichmuth, Leiter des Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr: „Die DLR-Analyse zeigt, dass die deutsche Volkswirtschaft deutlich von der Geschäftstätigkeit von Emirates in Deutschland profitiert. Dieser volkswirtschaftliche Nutzen würde weiter steigen, wenn Emirates zusätzliche Verkehrsrechte für Verbindungen nach Berlin und Stuttgart erhalten würde.“

Des Weiteren bestätigten die Untersuchungen, dass das Wachstum von Airlines wie Emirates nicht zu einer Reduzierung bestehender Nonstop- oder Direktverbindungen deutscher Fluggesellschaften führte, sondern vielmehr zu einer verbesserten weltweiten Anbindung Deutschlands beitrug. Die Analyse der Passagierentwicklung zeigt zudem, dass Emirates die Nachfrage nach Flugreisen zwischen Deutschland und der östlichen Hemisphäre stimuliert hat. Daraus kann gefolgert werden, dass ein Großteil der Emirates-Passagiere zusätzliche Nachfrager sind, die nicht von anderen Airlines oder Hubs verlagert wurden. Der Luftverkehrsmarkt zwischen Deutschland und Zielen in der östlichen Hemisphäre (Süd- und Ostafrika, Asien, dem Nahen und Mittleren Osten sowie dem Südwestpazifik) ist allein zwischen 2005 und 2010 um 30 Prozent gewachsen. Der Marktanteil von Emirates hat sich in dieser Zeit von 7,5 auf 10,2 Prozent erhöht, der Marktanteil der deutschen Fluggesellschaften ist von 23 auf 24,5 Prozent gestiegen. Im ab Deutschland besonders volumenstarken Teilmarkt Nordostasien (z.B. China, Japan und Südkorea) ist der Marktanteil von Emirates mit 3,5 Prozent am geringsten. Mit gut 20 Prozent ist der Marktanteil von Emirates bei Zielen in der Region Südwestpazifik (z.B. Australien, Neuseeland) am höchsten. Diese Region wird von deutschen Fluggesellschaften nicht bedient.

Andrew Parker, Emirates Senior Vice President – Public Affairs, International Affairs, Industry Affairs and the Environment, fügt hinzu: „Emirates ist an einer substantiellen, Fakten basierten Debatte über den Wert von Wettbewerb und Wahlmöglichkeiten für Verbraucher im deutschen Luftverkehrsmarkt interessiert. Das DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr ist eine äußerst renommierte und unabhängige Forschungseinrichtung. Seine Studie unterstreicht deutlich den Nutzen sowohl unserer bestehenden als auch unserer geplanten Verbindungen nach Deutschland für die deutsche Volkswirtschaft. Wir glauben, dass diese Studie dazu geeignet ist, die tatsächliche wirtschaftliche Bedeutung dieses Themas aufzuzeigen.“

Weitere wichtige Kernaussagen der Studie:

– Durch die Erbringung von Luftverkehrsdienstleistungen schafft Emirates in Deutschland ungefähr 3.200 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze in verschiedenen Wirtschaftszweigen und für Beschäftigte unterschiedlicher Qualifikationsniveaus.

– Die Ausgaben der ausländischen Touristen, die mit Emirates nach Deutschland reisen, betragen jährlich rund 76 Millionen Euro. Dadurch werden fast 2.600 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen.

– Könnten mit Berlin und Stuttgart zwei zusätzliche Flughäfen in Deutschland mit jeweils zwei täglichen Flügen bedient werden, wären fast 2.500 zusätzliche Arbeitsplätze durch die Erbringung der Luftverkehrsdienstleistungen und durch den Incoming-Tourismus die Folge. Jede zusätzliche tägliche Emirates-Verbindung nach Deutschland würde rund 140.000 zusätzliche Passagiere für den jeweiligen Flughafen generieren.

– Emirates ist einer der wichtigsten Kunden der deutschen Luftfahrtindustrie. Zwischen 1985 und 2011 hat Emirates 84 Flugzeuge von Airbus (darunter 20 Airbus A380) übernommen. Ende Dezember 2011 belief sich der Bestand fester Bestellungen bei Airbus auf 140 Flugzeuge mit einem Auftragswert von 41,4 Milliarden Euro zu Listenpreisen inklusive Ersatzteile und Triebwerke. Die Auslieferung verteilt sich über die nächsten zehn Jahre. Ohne Berücksichtigung der Triebwerke beträgt der Anteil für die deutschen Airbus-Standorte und die deutschen Zulieferer mehr als zehn Milliarden Euro. Insgesamt wird dies bei Airbus, bei den Zulieferern und durch Konsumausgaben der jeweiligen Beschäftigten über 9.400 Arbeitsplätze sichern und schaffen. Der gesamte Beschäftigungseffekt in der Luftfahrtindustrie, bei den Zulieferern und durch die Ausgaben von Personen, die direkt oder indirekt in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt sind, beträgt mehr als 12.500 Arbeitsplätze.

Das DLR im Überblick

Das DLR ist das nationale Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrt-Agentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem fungiert das DLR als Dachorganisation für den national größten Projektträger. In den 16 Standorten Köln (Sitz des Vorstands), Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hamburg, Jülich, Lampoldshausen, Neustrelitz, Oberpfaffenhofen, Stade, Stuttgart, Trauen und Weilheim beschäftigt das DLR circa 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das DLR unterhält Büros in Brüssel, Paris und Washington D.C.

Hintergrund:

Die Emirates-Kabinenbesatzung besteht aus über 130 Nationalitäten. Foto: Bildarchiv Emirates

Das internationale Portfolio der Emirates Group umfasst über 50 Marken und beinhaltet neben der Fluggesellschaft Emirates und dnata, dem weltweit viertgrößten Luftverkehrsdienstleister, die Unternehmensdivisionen Emirates SkyCargo, Emirates Destination & Leisure Management sowie Skywards. Emirates, eine der am schnellsten wachsenden internationalen Airlines, fliegt seit über 20 Jahren ab Deutschland und bietet täglich drei Nonstopverbindungen von Frankfurt sowie jeweils zwei tägliche Nonstopverbindungen von München, Düsseldorf und Hamburg zum internationalen Drehkreuz in Dubai an. Seit dem 25. November 2011 setzt Emirates auf dem Nachmittagsflug ab München (EK50) eine A380 ein und ist damit die erste ausländische Fluggesellschaft, die Deutschland mit dem Superjumbo bedient. Das Streckennetz der vielfach ausgezeichneten Fluggesellschaft umfasst über 120 Destinationen in über 70 Ländern auf sechs Kontinenten. Emirates betreibt eine der jüngsten Flotten weltweit, bestehend aus 171 Großraumflugzeugen, darunter 21 Airbus A380. Mit insgesamt 90 festbestellten Jets vom Typ A380 ist Emirates weltweit der größte Kunde des Superjumbos. Passagieren der First Class und Business Class steht ein kostenloser Chauffeur-Service in Deutschland und Dubai sowie an vielen internationalen Flugzielen zur Verfügung. In exklusiven Emirates Lounges genießen First-Class- und Business-Class-Passagiere bereits vorab den Komfort, den sie an Bord gewohnt sind.

Quelle: PM Emirates