Elektronisch technisches Logbuch: EASA genehmigt eTLB-Prozesse von Wizz Air

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Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die Prozesse von Wizz Air zur Nutzung des elektronischen technischen Logbuchs (eTLB) von AVIATAR im täglichen Betrieb genehmigt. In den drei Monaten seit der flottenweiten Einführung auf mehr als 140 in Ungarn registrierten Flugzeugen hat sich der papierlose Betrieb mit der neuen nahtlosen digitalen Anwendung zur Zusammenarbeit zwischen Pilot und Wartung als stabil erwiesen. Die erwarteten Einsparungen sind bereits eingetreten: Die Anrufe im Wartungskontrollzentrum von Wizz Air sind beispielsweise bereits um mehr als 25 Prozent zurückgegangen, was die enorme Auswirkung der Anwendung auf den Alltag von Piloten und Wartungscrews beweist.

AVIATARs Technical Logbook bietet vorausgefüllte Textblöcke und automatische Eingabemasken. Dies ermöglicht es Piloten, technische Probleme des Flugzeugs in Echtzeit zu erfassen, die synchronisiert werden, sobald eine Internetverbindung verfügbar ist. Dadurch wird der manuelle Aufwand um bis zu 50 Prozent reduziert und die Datenqualität sowie die Transparenz verbessert. Die neue Lösung funktioniert mit jedem Hardware-Gerät (z.B. Tablet, Smartphone oder Desktop-Computer) und bietet den Piloten jederzeit und überall Zugriff auf den Flugzeugstatus. Außerdem bietet sie Back-up-Prozesse für den Fall von Verbindungsproblemen. Die Verfügbarkeit von Daten in Echtzeit, die direkt mit dem M&E-System (Maintenance and Engineering System) verbunden sind, gewährleistet die Wartung bei der Ankunft und ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Pilot und Wartung, was zu kürzeren Durchlaufzeiten und geringeren Kosten führt. Dank der Einführung des technischen Logbuchs kann die Bearbeitungszeit für Mängel im Durchschnitt halbiert werden.

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Für das Lufttüchtigkeitsmanagement des Flugzeugs enthält das eTLB Funktionen, die die Kontrolle offener Mängel und geplanter Wartungspositionen erleichtern. Dies verhindert z.B. Abflüge mit überfälligen Wartungsarbeiten, da die Abnahme des Flugzeugs durch die Cockpitbesatzung eingeschränkt wäre. Da ein technisches Logbuch ein Kernbestandteil des Flugbetriebs ist, muss die zuständige Behörde die zugehörigen Prozesse genehmigen. Daher werden die Prozesse des digitalen technischen Logbuchs von AVIATAR für die verbleibenden Flugzeuge von Wizz Air, die in Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten stationiert sind, separat genehmigt.

„Unsere Annahmen haben sich bewahrheitet: Mit der Einführung des technischen Logbuchs erleben wir bereits jetzt eine Verbesserung der Datenqualität, Zuverlässigkeit und Lufttüchtigkeitskontrolle, die unsere technische und betriebliche Leistung unterstützt. Die nahtlose Integration von AVIATAR mit unserer MRO-Software und Archivierungsanwendung ist ebenfalls ein Quantensprung. All dies zusammengenommen unterstützt unser Engagement für Nachhaltigkeit und unser Bestreben, die umweltfreundlichste Wahl für Flugreisen zu sein“, sagte Diogo Reu, Head of Engineering and Maintenance bei Wizz Air, der für das Go-Digital-Projekt der Fluggesellschaft verantwortlich ist.

„Die EASA-Zulassung des technischen Logbuchs in Ungarn ist ein großer Meilenstein für AVIATAR. Wir haben bereits die nächsten Länder und Fluggesellschaften im Zulassungsprozess, die von einem papierlosen Cockpit und Wartungsprozessen profitieren werden“, sagte Mona Stünckel, Senior Director Digital Solutions Automation & Technology von AVIATAR bei Lufthansa Technik.

AVIATAR ist die unabhängige Plattform für digitale Produkte und Services der Lufthansa Technik. Die Plattform bietet ihren Nutzern digitale Produkte, die von vorausschauender Wartung bis hin zu Fulfillment und automatisierten Lösungen reichen. AVIATAR kombiniert Flottenmanagementlösungen, Data Science und technisches Fachwissen, um ein umfassendes Angebot an integrierten digitalen Dienstleistungen und Produkten für Fluggesellschaften, MRO-Unternehmen, OEMs und Leasinggeber bereitzustellen, die sich nahtlos in die physische Abfertigung in TechOps und darüber hinaus integrieren lassen.

Quelle: PM Lufthansa Technik

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