easyJet steigert Passagierzahlen trotz Milliardenverlust – Nahostkrise belastet Halbjahresergebnis 2026

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

Die britische Fluggesellschaft easyJet plc hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 trotz wachsender Nachfrage einen deutlich höheren Verlust ausgewiesen. Der Verlust vor Steuern stieg auf 552 Mio. Pfund nach 394 Mio. Pfund im Vorjahreszeitraum. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch gestiegene Treibstoffkosten infolge des Nahostkonflikts sowie anhaltende Kosteninflation.

Operativ entwickelte sich easyJet dagegen stabil. Die Kapazität gemessen in ASK stieg um 8 Prozent, die Zahl der beförderten Passagiere legte um 6 Prozent zu. Gleichzeitig erhöhte sich die Auslastung um zwei Prozentpunkte auf 90 Prozent. Der Umsatz pro Sitzplatzkilometer (RASK) verbesserte sich um 1 Prozent, während die Stückkosten (CASK) um 5 Prozent anstiegen. Allein im März verursachten höhere Treibstoffpreise Zusatzkosten von rund 25 Mio. Pfund.


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Besonders stark entwickelte sich weiterhin das Reisegeschäft von easyJet holidays. Der Bereich erzielte einen Vorsteuergewinn von 61 Mio. Pfund bei einem Kundenwachstum von 22 Prozent. Gleichzeitig verbesserte die Airline ihre operative Performance: Die Pünktlichkeit stieg auf 78 Prozent, die Kundenzufriedenheit im Fluggeschäft auf 84 Prozent.

Trotz der geopolitischen Unsicherheiten sieht sich easyJet finanziell robust aufgestellt. Die Airline verfügt über Liquidität in Höhe von 4,7 Mrd. Pfund sowie Netto-Barmittel von 434 Mio. Pfund. Der Buchwert der Vermögenswerte liegt bei 5 Mrd. Pfund. Laut CEO Kenton Jarvis läuft der Flugbetrieb ohne Einschränkungen weiter, Engpässe bei der Treibstoffversorgung gebe es derzeit nicht.

Strategisch setzt easyJet auf diszipliniertes Wachstum und eine beschleunigte Flottenmodernisierung. Alle Airbus A319 sollen bis 2029 ausgemustert werden, wodurch ab 2027 und 2028 Kosteneinsparungen von rund 250 Mio. Pfund erwartet werden. Zudem plant die Airline den Ausbau von easyJet holidays, die Einführung eines Loyalitätsprogramms ab 2027 sowie neue Wachstumsimpulse an den Standorten Marrakesch und Newcastle.

Für das zweite Halbjahr erwartet easyJet weiterhin starke Last-Minute-Buchungen, weist jedoch auf anhaltende Unsicherheiten durch den Nahostkonflikt und höhere Treibstoffkosten hin.

Quelle: PM easyJet/KI

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