Die britische Billig-Fluggesellschaft easyJet hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis 30. Juni 2026) einen Vorsteuergewinn von 85 Millionen Pfund (rund 100 Mio. Euro) erzielt. Das Ergebnis lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 286 Millionen Pfund. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Entwicklung durch die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten, höhere Treibstoffkosten und veränderte Buchungstrends belastet.
Im dritten Quartal beförderte easyJet 25,8 Millionen Passagiere. Die Kapazität gemessen in verfügbaren Sitzplatzkilometern (ASK) stieg gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent, während die Zahl der angebotenen Sitze um 1 Prozent zunahm. Die Auslastung lag bei 88,9 Prozent und damit einen Prozentpunkt unter dem Vorjahresniveau. Die Erlöse pro angebotenem Sitzkilometer (RASK) gingen um 3 Prozent zurück.
Die Treibstoffkosten erhöhten sich im Jahresvergleich um 105 Millionen Pfund. Die Treibstoffkosten pro Sitzkilometer stiegen um 13 Prozent. Die Nicht-Treibstoffkosten (CASK ex Fuel) entwickelten sich mit einem Anstieg von 3 Prozent entsprechend der bisherigen Prognose.
Das Feriengeschäft easyJet holidays erzielte im dritten Quartal einen Vorsteuergewinn von 84 Millionen Pfund nach 86 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Kunden stieg nach Unternehmensangaben um 8 Prozent.
Operativ konnte easyJet weitere Verbesserungen verzeichnen. Die Pünktlichkeitsrate seit Jahresbeginn lag bei 78 Prozent und damit zwei Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Die Kundenzufriedenheit bei der Airline erreichte 84 Prozent (+3 Prozentpunkte), easyJet holidays kam auf 85 Prozent (+1 Prozentpunkt).
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet easyJet ein ASK-Kapazitätswachstum von rund 6 Prozent und ein Sitzplatzwachstum von rund 3 Prozent. Das Unternehmen rechnet zudem mit einem Wachstum der easyJet-holidays-Kundenzahl im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber der Basis von 3,1 Millionen Kunden.
easyJet will die mittelfristige Entwicklung weiter vorantreiben und hält an dem Ziel fest, einen Vorsteuergewinn von mehr als 1 Milliarde Pfund zu erreichen, sobald sich das Marktumfeld normalisiert.
