Deutsche Aircraft und Sasol ecoFT unterzeichnen Memorandum of Understanding – Ziel: Nachhaltige Flugkraftstoffe

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Der deutsche Flugzeughersteller Deutsche Aircraft und das südafrikanische Chemie- und Energieunternehmen Sasol haben eine Absichtserklärung über ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Anwendung von H2-SAF (PtL) in der Luftfahrt unterzeichnet. Die beiden Unternehmen planen eine weitere Zusammenarbeit bei der Zertifizierung von nachhaltigen Drop-in-Düsentreibstoffen und der Ausweitung der PtL-Nutzung in der Luftfahrt.

Mit dem Programm D328eco arbeitet die Deutsche Aircraft an einem Flugzeug mit weniger als 50 Sitzen, das nahezu kohlenstoffneutral sein wird. Das Flugzeug, das bis 2025 in Dienst gestellt werden soll, kann jeden zertifizierten nachhaltigen Flugkraftstoff und normales Kerosin sowie PtL-basierte Kraftstoffe verwenden.

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Sasol ecoFT ist ein idealer Partner für diese Aufgabe, denn das südafrikanische Unternehmen ist weltweit führend in der FT-Technologie (Fischer-Tropsch). Sasol ecoFT nutzt die umfassende FT-Erfahrung, die firmeneigene Technologie und die Katalysatoren von Sasol, um über Power-to-X-Prozesse nachhaltige Kraftstoffe und Chemikalien herzustellen.

Sasol ecoFT und die Deutsche Aircraft haben beide die Dringlichkeit des Übergangs zu einer klimaneutralen Luftfahrt erkannt.

Von einem fossilen Erbe zu einer nachhaltigen Zukunft

„Sasol ecoFT und Deutsche Aircraft stehen am Anfang einer Reise zur Dekarbonisierung. Wir haben beide Produkte, die ursprünglich im Zeitalter der fossilen Brennstoffe entwickelt wurden. Gemeinsam können wir schnelle Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels entwickeln, indem wir unsere Produkte verbessern und gleichzeitig auf unserem Erbe und unserer Expertise aufbauen“, kommentiert Dave Jackson, CEO Deutsche Aircraft.

Die H2-SAF (PtL)-Anwendung ist eine skalierbare, langfristige Lösung, um den Kohlendioxid-Fußabdruck (CO2) der Luftfahrt zu minimieren. Das Verfahren nutzt CO2, das aus der normalen Luft recycelt wird, und Wasserstoff, der mit grüner Energie hergestellt wird, um einen synthetischen Kraftstoff zu erzeugen. Die so hergestellten Kraftstoffe weisen dieselben Leistungsmerkmale auf wie herkömmliches Kerosin: hohe Energiedichte bei geringem Volumen, bewährte Sicherheit und volle Kompatibilität mit den bestehenden Infrastrukturen. Darüber hinaus enthalten diese Stoffe weniger Aromaten und Schwefel, was die lokale Luftqualität verbessert und die Auswirkungen des Luftverkehrs in großen Höhen verringert.

Die Deutsche Aircraft und Sasol werden nicht nur an der Herstellung von PtL auf H2-Basis arbeiten, sondern auch eine Zertifizierung für diese Art von Kraftstoff anstreben, der als Drop-in-Treibstoff für Flugzeuge verwendet werden kann.

Von Kohle-zu-Flüssigkeit zu H2-SAF

Die H2-SAF (PtL)-Anwendung ähnelt dem Coal-to-Liquid (CtL)-Verfahren, mit dem Sasol über umfassende Erfahrungen im industriellen Maßstab verfügt. Im ersten Schritt ihrer Forschungspartnerschaft werden Sasol ecoFT und die Deutsche Aircraft die Kompatibilität von Werkstoffen und Systemkomponenten mit gemischten synthetischen Kraftstoffen untersuchen, die mit der FT-Technologie von Sasol hergestellt werden, die derzeit im bestehenden CtL-Prozess eingesetzt wird. Die Priorität dieses Projektaspekts liegt darin, die Zertifizierung von nachhaltigeren PtL-Optionen zu beschleunigen.

„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Deutschen Aircraft. Da wir einen ganzheitlichen Ansatz für eine klimaneutrale Luftfahrt verfolgen, indem wir die gesamte Wertschöpfungskette von der Treibstoffproduktion bis hin zur Flugzeugsystemebene betrachten. Die Bündelung der Kräfte von Flugzeugherstellern und Kraftstoffproduzenten ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir sicherstellen wollen, dass die Luftfahrt nachhaltig wird und gleichzeitig die höchstmöglichen Sicherheitsstandards gewährleistet sind“, resümiert Helge Sachs, Senior Vice President von Sasol ecoFT.

Quelle: PM Deutsche Aircraft

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