Das Berliner Großflughafen-Projekt BER ist nach Überzeugung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen „nicht mehr zu retten“. „Wir müssen den Tatsachen in die Augen sehen: Dass ein Umbau reicht, ist unwahrscheinlich“, sagte der langjährige Verkehrsexperte der „Bild-Zeitung“. „Entkernen ist eine realistische Alternative. Neubau darf kein Tabu sein.“ Koeppen reagierte damit auf einen „Bild“-Bericht über eine Kostensteigerung auf mehr als 8 Milliarden Euro sowie unüberschaubare, nach Expertenmeinung kaum noch zu behebende Mängel an dem Flughafenbau. Der CDU-Politiker machte den BER-Aufsichtsrat für die Missstände verantwortlich. Dieser sei „die Wurzel allen Übels“.
Quelle: dts Nachrichtenagentur

Bevor man diese 8-Milliarden-Ruine 2016 abreißt, Tegel ausbaut und Tempelhof wieder eröffnet, sollte man den Willy-Brandt-Airport noch in „Wowi International“ umbenennen, damit nicht der falsche Mann damit in Verbindung gebracht wird. Das wäre nämlich nicht gut so.
Als Bausachverständiger kann ich die zynische Verschleierungstaktik von Flughafengesellschaft und Aufsichtsrat nur mit Entsetzen verfolgen.
Brandenburg und Berlin brauchen eine leistungs- und zukunftsfähige Infrastruktur auch im Luftverkehr. BER in seinem jetzigen planlosen Wirrwarr nach über 200 Änderungsforderungen des Aufsichtsrats in wenigen Jahren ist tatsächlich für jeden bautechnisch vorbelasteten Menschen eine Totgeburt.
Am Ende wird aber der Abbruch und Wiederaufbau alleine nicht reichen.
Die leidige Standortfrage wird wieder ganz nach vorne rücken. Schon der dann mögliche Verzicht auf die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen an einem siedlungsferneren Standort macht ein erneutes Aufrollen des Gesamtkonzepts BER attraktiv, ganz abgesehen von der Möglichkeit einer dann wirklich zukunftsorientierten, wachstumsfähigen Planung, auch im Hinblick auf dann im Speckgürtel südlich von Schönefeld vollkommen neue Möglichkeiten in der Bauleitplanung.