BDL: Entwicklung des Luftverkehrs war auch im Februar 2021 negativ

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Foto: Simon Pannock

Mit dem „Dashboard Luftverkehr“ veröffentlicht der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) monatlich Kennzahlen zur Entwicklung des Luftverkehrs. Die aktuelle Übersicht zeigt: Auch im Februar 2021 befindet sich die Verkehrsentwicklung im Keller.

Verkehrsentwicklung weltweit
Der weltweite Passagierluftverkehr ist im Februar mit einem Minus von 75 Prozent (gegenüber dem Februar 2019) noch stärker zurückgegangen als im Januar. Diese weitere Verschlechterung ist vor allem den Entwicklungen im europäischen und im asiatischen Markt geschuldet: In China ist der Inlandsverkehr wieder rückläufig. In Europa hat sich das Pandemiegeschehen nochmals verstärkt und der schwache Start der Impfkampagne schlägt sich auch in den Verkehrszahlen nieder. Einzig die nordamerikanischen Fluggesellschaften zeigen einen leicht positiven Trend im Passagiergeschäft. Der Luftfrachtverkehr entwickelt sich im Vergleich zu 2019 durchgängig positiv. Die Verkehrszahlen sind bei der Fracht vom Pandemiegeschehen entkoppelt, auch wenn der Wegfall der Kapazitäten in den Passagierflugzeugen und die zahlreichen Reisebeschränkungen die Fluggesellschaften und Flughäfen weiter vor operative Herausforderungen stellen.

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Verkehrsentwicklung in Deutschland
Auch im Luftverkehr mit Deutschland ist die Entwicklung noch negativer als im Januar: Im Februar konnten die deutschen Flughäfen gerade einmal 8 Prozent der Passagiere des Februars 2019 begrüßen. Dies weist auf eine sich verstärkende negative Entwicklung im Passagierverkehr hin, sowohl an den deutschen Flughäfen wie auch im Flugangebot der deutschen Fluggesellschaften. Ein Nachfrageschub etwa aufgrund von Winterferien in einigen Bundesländern ist ausgeblieben. Reisebeschränkungen und die dritte Pandemiewelle haben den Luftverkehr in Deutschland wieder fast zum Erliegen gebracht.

Netzqualität
Im Februar wurde insbesondere das Europanetz stark ausgedünnt: Wurden im Januar dieses Jahres noch 457 Strecken weniger bedient als im Januar 2019, so waren das im Februar sogar 569 Strecken weniger als im Februar 2019. Zurzeit werden im Europaverkehr ab Deutschland nur noch 35 Prozent der Strecken bedient. Im Interkontinentalverkehr wurden im Februar 172 Strecken weniger bedient als im Februar 2019. Dies ist aber auch auf den Ausfall des ansonsten im Winter starken Verkehrs nach Ägypten und Marokko zurückzuführen.

Preisentwicklung
Bei stark abgesenkter Kapazität zeigen sich insbesondere im Verkehr mit europäischen Zielen steigende Ticketpreise, auch wenn diese Ergebnisse aufgrund der kleinen Stichproben nur begrenzt aussagefähig sind.

Ausblick
Für die Monate April bis Juni 2021 haben die Fluggesellschaften ihr Angebot über die letzten drei Monate kontinuierlich abgesenkt, um auf die ausbleibende Nachfrage zu reagieren. Die Nachfrage kehrt nicht zurück und ist weiterhin durch pandemiebedingte Reisebeschränkungen belastet. Insgesamt bieten die Fluggesellschaften im Zeitraum April bis Juni 2021 gerade einmal 38 Prozent der Sitze an (verglichen mit April-Juni 2019). Speziell bei den deutschen Fluggesellschaften sind es 40 Prozent des Sitzplatzangebots.

Quelle: PM BDL

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