Angemerkt: Der Airbus-Auftrag – Arbeit für 15 Jahre

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Peter Henrichmann. Foto: obh

Das ist ein Ding: Riesig. Beim Flugzeugbauer Airbus werden gestern die Korken geknallt haben – es dürfte Champagner gewesen sein! Der Auftrag des indischen Billig-Fliegers IndiGo für die Airbus-Familie hat wahrhaft historische Dimensionen: 12 000 000 000 Euro für 180 niegel-nagel-neue Jets. Das  ist viel Geld. Auch wenn Airbus natürlich so viel nicht bekommen wird: Ein klein wenig Rabat, ein paar hundert Millionen oder auch ein Milliärdchen wird´s schon werden. Wen juckt´s…?

Ich meine, dass bei diesem Auftrag vier andere Dinge im Vordergrund stehen:

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  • Ökologie: 150 der A320 Jets sind – darf man das sagen? – Ökoflieger. Sie brauchen weniger Treibstoff. Gut so. Gut, dass Airbus auch mit Blick auf das gute Gewissen der Passagiere und auf gute Ticket-Preise Flugzeuge baut und anbietet. Der Öko-Aspekt wird ein gewichtiges Kauf-Argument gewesen sein.
  • Diese Order ist bedeutend für ´zigtausende Männer und Frauen in den Werken von Airbus in ganz Europa. 15 Jahre Arbeit, 15 Jahre volle Auftragsbücher, 15 Jahre ohne Job-Sorgen. Ganz wunderbar wird es für die Belegschaft nicht werden, aber mit diesem Auftrag in den Büchern stehen das Unternehmen Airbus und mit ihm alle dort Beschäftigten glänzend da.
  • Gut für Airbus: Boeing hat den Auftrag nicht bekommen. Das spricht für sich.
  • Nicht weiter nachdenken darf man über den harten, belastbaren Anlass für all´ den Jubel: Im Prinzip ist nämlich noch nichts weiter passiert, als dass ein Kunde in den Laden gekommen ist und gesagt hat: „Das möchte ich kaufen.“ Memorandum of Understanding nennen die Geschäftspartner das. Und auch wenn Airbus und die Inder einen Vorvertrag unterschrieben haben, könnte ja durchaus noch was dazwischen kommen in der sensiblen Luftfahrt-Branche. Hoffen wir es nicht…

Fazit: Glückwunsch Airbus! – Peter Henrichmann