ANA mustert Boeing 777 vorzeitig aus

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Statt B777 soll die B787 häufiger eingesetzt werden – Foto: ANA All Nippon Airways

ANA, die größte japanische Fluggesellschaft und Mitglied der Star Alliance, setzt auch für den anstehenden Sommerflugplan 2021 auf größtmögliche Flexibilität. Das Angebot soll – je nach Pandemie-Situation – auf monatlicher Basis aktualisiert werden. Es ist abhängig von der Nachfrage und den jeweiligen Einreisebeschränkungen und weiteren Restriktionen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Dazu heißt es in einer Medienmitteilung:

Vor allem setzt der japanische Marktführer auf den Einsatz kleinerer Flugzeuge, um den Flugbetrieb vorübergehend zu verkleinern und Kosten zu senken. Dafür werden Flugzeuge vom Typ Boeing 777 vorzeitig ausgemustert und eine größere Anzahl von Langstreckenflügen mit effizienteren Boeing 787 angeboten. Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet die Airline vor allem von den Inlandsstrecken den wesentlichen Anteil am Ertrag. In Japan wird dafür das Netzwerk neu organisiert, um vor allem Strecken mit höherer Nachfrage bedienen zu können.

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Auf den Inlandsrouten der ANA werden aufgrund der anhaltenden Auswirkungen von Covid-19 alle Änderungen oder Aussetzungen des Flugplans monatlich überprüft und veröffentlicht. Sobald ein Anstieg der Nachfrage zu erwarten ist, kann die Airline schnell und flexibel reagieren und entweder die Flugfrequenz erhöhen oder die Strecke mit größeren Flugzeugen bedienen. Auch für die im Inland eingesetzte Flotte gilt, dass die großen Flugzeuge vorzeitig ausgemustert werden. Auf Inlandsstrecken werden zudem vorübergehend Flugzeuge für internationale Routen eingesetzt. Der Betrieb kleinerer und mittelgroßer Flugzeuge senkt die Kosten, im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr wird der Einsatz größerer Flugzeuge daher um 50 Prozent reduziert.

Je nach Nachfrage reduziert das Unternehmen auch weiterhin das Flugangebot auf den innerjapanischen Strecken. Umgekehrt wird das Angebot saisonal der Nachfrage entsprechend ausgebaut – zum Beispiel zu Ferienzeiten. Das Inlandsgeschäft ist in der aktuellen Phase der Umsatztreiber bei ANA. Daher wird das Unternehmen sein Streckennetz sehr nachdrücklich reorganisieren, um die Erträge in diesem Bereich zu maximieren. Während des Sommers erwartet ANA eine erhöhte Nachfrage nach Reisen, dementsprechend wird das Angebot nach Okinawa, Hokkaido und auf der Strecke Tokio/Haneda – Miyako erhöht.

Auch auf den internationalen Flugrouten passt der japanische Marktführer aufgrund der anhaltenden Auswirkungen von Covid-19 mit den damit verbundenen Einwanderungsbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen den Flugplan sehr flexibel an. Im Einklang mit dem bereits angekündigten Plan, die Hälfte der Boeing-777-Flotte stillzulegen, werden für Langstreckenflüge vermehrt Boeing 787 eingesetzt. Dies trägt dazu bei, die Betriebskosten zu reduzieren. Um den Kunden mehr Planungssicherheit zu bieten, wurde die Aussetzung oder Reduzierung ausgewählter Strecken bereits festgelegt: Nach Deutschland betrifft dies die Strecke Tokio/Narita – Düsseldorf, die bis 30. Oktober 2021 ausgesetzt bleibt.

Außerdem wird der Neustart der Strecken nach Stockholm, Mailand, Moskau und Istanbul verschoben. Derzeit hält der Star Alliance Partner eine tägliche Flugverbindung zwischen Frankfurt und Tokio/Haneda aufrecht. In der Warteschleife steht die Wiederaufnahme der Flugverbindungen nach München und Wien. ANA beobachtet die Nachfrage jedoch weiterhin sehr genau und reagiert flexibel darauf.

Der Flugbetrieb der ANA wird auch weiterhin von besonderen Abfertigungsmaßnahmen als Reaktion auf Covid-19 geprägt sein. Das Unternehmen evaluiert kontinuierlich die lokalen Einwanderungsbeschränkungen und Quarantänerichtlinien sowie die Nachfragetrends und die Wirtschaftlichkeit von Flugverbindungen.

Quelle: PM ANA

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