Die ANA Group hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres (1. April 2025 bis 31. März 2026) einen Rekordumsatz von umgerechnet rund 10,93 Milliarden Euro erzielt. Der Betriebsgewinn lag bei etwa 1,05 Milliarden Euro, der Nettogewinn bei rund 810 Millionen Euro. Wachstumstreiber war vor allem das internationale Passagiergeschäft.
Auf internationalen Strecken beförderte die ANA Group 6,644 Millionen Passagiere (plus 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Der Sitzladefaktor stieg auf 82 Prozent. Die Nachfrage profitierte insbesondere von der hohen Einreisedynamik nach Japan sowie einer stabilen Nachfrage nach Auslandsreisen. Zusätzliche Impulse kamen durch neue Langstreckenverbindungen ab Tokio/Haneda nach Mailand, Stockholm und Istanbul sowie durch höhere Frequenzen auf stark nachgefragten Routen, unter anderem nach Hongkong, Perth und Mumbai.
Auch der Inlandsverkehr entwickelte sich positiv. Mit gezielter Tarifsteuerung und Kapazitätsausweitungen auf Rennstrecken wie Tokio/Haneda–Sapporo und Tokio/Haneda–Fukuoka stiegen Passagierzahlen und Erlöse. Insgesamt wurden über 34,5 Millionen Inlandsreisende befördert (plus 3,7 Prozent), bei einem Sitzladefaktor von 79 Prozent.
Im Luftfrachtgeschäft verzeichnete ANA trotz steigender Nachfrage auf Asien–Nordamerika-Strecken einen Umsatzrückgang, bedingt durch eine schwächere Nachfrage aus dem Automobil- und E-Commerce-Sektor. Die Nachfrage von China über Japan nach Nordamerika zeigt jedoch wieder Erholungstendenzen. Die integrierte Nippon Cargo Airlines stärkte ihr Netzwerk unter anderem mit der neuen Verbindung Tokio/Narita–Frankfurt.
Im Low-Cost-Segment beförderte Peach Aviation knapp 7 Millionen Passagiere, verzeichnete jedoch Erlösrückgänge auf internationalen Strecken. AirJapan steigerte Passagierzahlen und Umsatz deutlich und kam auf 336.000 Fluggäste.
Für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/26 hält die ANA Group an ihrer Prognose fest und erwartet einen Umsatz von rund 14,4 Milliarden Euro sowie einen Nettogewinn von etwa 843,9 Millionen Euro.
