aireg: PtL-Kerosin ist ein wichtiger Weg, aber nicht ausreichend

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Der heute (07.05.2021) von Bundesregierung und Industrie vorgestellte Plan für die Produktion und Nutzung von nachhaltigem, über die PtL-Route erzeugten Kerosins ist langfristig ein wichtiger und richtiger Weg. Diese Technologie verspricht die höchsten Einsparungen an Treibhausgasemissionen und muss deshalb durch den angedachten Produktionshochlauf und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen wirtschaftlich attraktiv gemacht werden, meint der Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany e.V..

aireg, die 2011 gegründete Initiative für nachhaltige Flugkraftstoffe in Deutschland, hat bereits Ende letzten Jahres eine Roadmap für die Produktion und Einführung nachhaltiger Flugkraftstoffe präsentiert. Diese beinhaltet selbstverständlich auch die PtL-Technologieroute und aireg-Mitglieder arbeiten derzeit im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums daran, eine PtL-Forschungs- und Demoplattform in Deutschland inklusive einer 10.000 Tonnen p.a. Produktionsanlage zu etablieren. Die aireg Roadmap stellt aber gleichzeitig heraus, dass es kurz- und mittelfristig darauf ankommt, die gesamte Breite nachhaltiger Rohstoffe (gemäß REDII) im Blick zu haben, denn nur dann wird es gelingen, das Reduktionsziel der globalen Luftfahrt in 2050 zu erreichen und einen klimaneutralen Luftverkehr zu ermöglichen. Zahlreiche Untersuchungen haben aufgezeigt, dass es weltweit ausreichend nachhaltige Rohstoffe gibt, um etwa die für 2050 prognostizierte globale Kerosinmenge von 500 Millionen Tonnen durch SAF (Sustainable Aviation Fuels) zu ersetzen.

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Dazu stellt Kay Kratky, aireg Präsident für Industrie und Wirtschaft, fest: „Wir können es uns nicht erlauben, auf signifikante Mengen an PtL-Kerosin jenseits von 100.000 oder 200.000 Tonnen zu warten. In 2-3 Jahren wird es große Mengen (jenseits von 1 Million Tonnen) etwa an HEFA und Advanced Biofuels als Kerosin geben. Damit lassen sich nicht nur die CO2-Emissionen um bis zu 80% reduzieren, sondern auch die Nicht-CO2-Emissionen um bis zu 50%. Daher setzen wir darauf, dass der Bundestag die im Rahmen der REDII Umsetzung auf PtL eingeschränkte Quoteneinführung erweitert und unterstützen die Planungen der EU-Kommission, eine höhere allgemeine SAF-Quote einzuführen, die eine Unterquote für PtL- und PBtL-SAF beinhaltet.“

Quelle: PM aireg

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