Aircargo Club Deutschland und VACAD haben ein Ziel: Luftfrachtabfertiger stärken

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Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie mussten wichtige medizinische Hilfsgüter sowie Impfstoffe schnell und sicher von Bodentransportmitteln in Flugzeuge umgeschlagen werden. Hierbei bewiesen die Luftfrachtabfertiger ihre Krisensicherheit und leisteten in dieser herausfordernden Zeit einen entscheidenden Beitrag in der Logistikkette. Der Verband der Air Cargo Abfertiger Deutschlands (VACAD), der die Interessen der Luftfrachtabfertigungsunternehmen in Deutschland vertritt, hat sich zum Ziel gesetzt, diese Systemrelevanz weiter im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu stärken. Unter neuer Führung stellte der Verband dem Aircargo Club Deutschland (ACD) seine Arbeit und zukünftigen Vorhaben vor.

Claus Wagner, seit 2021 Vorsitzender des VACAD, erklärte gegenüber den ACD-Mitgliedern, die Bedeutung der Branche sei durch die Abfertigung von Hilfslieferungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt worden. Gleichzeitig war das Geschäft aufgrund stark reduzierter Passagierflüge und dem unbeständigen Frachtgeschäft jedoch von großer Unsicherheit geprägt. Prozesse mussten ständig überprüft und wechselnden Anforderungen entsprechend weiterentwickelt werden.

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„Durch den Wegfall der Interkontinentalverbindungen hatten wir am Flughafen Düsseldorf mit massiven Frachteinbußen zu Beginn der Pandemie zu kämpfen. Trotzdem haben wir es geschafft, die Herausforderungen durch Restrukturierungsmaßnahmenerfolgreich zu meistern, uns zukunftsfähig aufzustellen und unseren hohen Qualitätsansprüchen in dem sich weiterhin ständig verändernden Marktumfeld gerecht zu werden“, resümierte Stephanie Jelinek, kaufmännische Leiterin der Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH und Schatzmeisterin des VACAD, die Herausforderungen der Corona-Pandemie.

Insgesamt schlugen die 15 Mitgliedsunternehmen des VACAD allein im Jahr 2020 knapp 1.600.000 Tonnen Fracht an 13 relevanten Verkehrsflughäfen in Deutschland um. „Luftfracht wird auch zukünftig eine wichtige Rolle im internationalen Warenaustausch spielen. Ohne unsere Mitgliedsunternehmen ist eine reibungslose Abfertigung der Güterströme auf den Flughäfen nicht möglich. Vor diesem Hintergrund setzt sich der VACAD weiterhin für eine Gleichbehandlung seiner Mitglieder im Rahmen der europäischen Sicherheits- und Zollregularien ein und wird auf Wettbewerbsverzerrungen in diesen Bereichen hinweisen“, so Claus Wagner, Vorstandvorsitzender des VACAD e. V.

Prof. Dr. Christopher W. Stoller, Präsident des Aircargo Club Deutschland, ergänzte: „Die Luftfrachtabfertiger haben in der Pandemie einmal mehr gezeigt, welch unverzichtbare Rolle sie in der Lieferkette einnehmen. Wir unterstützen daher die Bestrebungen des VACAD, die öffentliche Wahrnehmung über die zentrale Bedeutung der Luftfrachtabfertiger zu steigern.“

Darüber hinaus beobachtet der VACAD genau, welchen Kurs die zukünftige Bundesregierung beispielsweise in der Infrastrukturpolitik, etwa beim Ausbau der digitalen Infrastruktur, und der Arbeitspolitik sowie besonders bei den Themen Gestaltung der Leiharbeit und Formen des mobilen Arbeitens, einschlägt und vertritt die Belange der Branche bei diesen Themen. Flexibilität sei laut Wagner ein wichtiges Element einer qualitativen und effizienten Leistungserbringung.
Christian Biesecke, Bereichsleiter Fracht & Logistik beim VACAD-Mitglied PortGround, verwies darauf, dass Schnelligkeit und Transparenz immer mehr Bedeutung für ihre Kunden gewinne und deshalb die Digitalisierung in der Luftfracht dringend vorangetrieben werden müsse. Auch der Personalmangel in der Branche verlange nach Optimierung der Prozesse mittels Digitalisierung. Aus diesem Grund arbeite PortGround schon jetzt daran, ihre Frachtsoftware weiterzuentwickeln und Prozesse zeitnah zu automatisieren. Hierfür kooperiert das Unternehmen auch mit Universitäten und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML.

Quelle: PM Aircargo Club Deutschland

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