Airbus und MTU Aero Engines wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen und ein Joint Venture zur Entwicklung und Vermarktung eines vollständig elektrischen Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebs gründen. Die geplante Gesellschaft soll 2027 den Betrieb aufnehmen und baut auf der Absichtserklärung auf, die beide Unternehmen auf der Paris Air Show 2025 unterzeichnet hatten.
Das Joint Venture soll Entwicklung, Konstruktion, Erprobung und Zertifizierung des neuen Antriebssystems bündeln. Ziel ist ein zertifizierbarer Brennstoffzellenantrieb für ein Verkehrsflugzeug. Airbus bringt dafür unter anderem Know-how aus Verkehrsflugzeugprogrammen sowie Expertise zu Brennstoffzellen und flüssigem Wasserstoff ein. MTU steuert Kompetenzen in Triebwerksentwicklung, Integration, Validierung, Zertifizierung und Instandhaltung sowie eigene Brennstoffzellenerfahrungen bei.
Die Vereinbarung ist zunächst nicht bindend und steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen sowie weiterer europäischer und nationaler Verfahren.
Brennstoffzellen erzeugen Strom aus Wasserstoff und Sauerstoff, wobei Wasserdampf als Nebenprodukt entsteht. Damit könnten CO₂- und NOₓ-Emissionen während des Fluges vermieden werden. Airbus hatte im März 2025 angekündigt, seine ZEROe-Aktivitäten auf einen vollelektrischen Brennstoffzellenantrieb zu konzentrieren.
