AEROPERS und SWISS verhandeln wieder: Piloten wollen eine attraktive Airline

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Diese Woche haben die Verhandlungen zwischen AEROPERS und SWISS zum neuen Gesamtarbeitsvertrag der Piloten begonnen. Der bestehende GAV2018 wurde vom SWISS-Management zum frühestmöglichen Zeitpunkt gekündigt und ist noch bis am 31.3.2022 gültig. Der Pilotenverband sieht im neuen Vertrag die Chance, die bereits vorhandenen Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft der SWISS zu stärken. Die Arbeitsbedingungen sollen so weiterentwickelt werden, dass SWISS nach dem Durchfliegen der Corona-Pandemie wieder ein attraktiver Arbeitgeber ist.

Die Corona-Pandemie hat die Luftfahrt besonders hart getroffen. Zeitweise stand der größte Teil der SWISS-Flotte am Boden und es konnte praktisch nur Fracht transportiert werden. In diesen sehr anspruchsvollen gut 18 Monaten hat der GAV2018 seine Krisentauglichkeit bewiesen. Mit diesem GAV hat SWISS in den Jahren 2018 und 2019 nicht nur die grössten Gewinne der Firmengeschichte erwirtschaftet, sondern durchfliegt damit auch die aktuelle Krise. Ohne Anpassungen im GAV war es möglich, bei gleichzeitiger Erhöhung der Flexibilität die Personalkosten signifikant zu senken. Der Vorstand und die Mitglieder der AEROPERS waren zudem zu weiteren grossen, temporären Zugeständnissen bereit, um damit der SWISS bei der Bewältigung der Krise zu helfen. Trotzdem hat das Management der SWISS im Februar 2021 entschieden, den GAV zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu kündigen. Der Vertrag läuft nun Ende März 2022 aus, der darin enthaltene Kündigungsschutz behält seine Gültigkeit noch bis zum 31.3.2023.

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«Als der GAV2018 zu Beginn des Jahres durch das SWISS-Management gekündigt wurde, fühlten wir uns vor den Kopf gestossen», sagt Clemens Kopetz, Präsident der AEROPERS. «Mit allen anderen Mitarbeitergruppen, die einem GAV unterstellt sind, wurden Vereinbarungen über temporäre Massnahmen zur Bewältigung der Krise geschlossen. Damit kehren diese Gruppen nach der Pandemie in den bestehenden GAV zurück. Auch mit Edelweiss konnte AEROPERS für die Pilotinnen und Piloten eine solche Übergangsvereinbarung schliessen. Nur den SWISS-Piloten wollte das Management, trotz grosser Zugeständnisse, offenbar keine derartige temporäre Lösung zugestehen», so Kopetz weiter. «Inzwischen ist die Enttäuschung verflogen und wir sehen im neuen GAV die Chance, die bereits vorhandenen Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft der SWISS zu stärken. Die Arbeitsbedingungen sollen so weiterentwickelt werden, dass SWISS nach dem Durchfliegen der Corona-Pandemie wieder ein attraktiver Arbeitgeber ist».

«Die Vertragspartner haben sich zum Ziel gesetzt, die Verhandlungen im Frühjahr 2022 abzuschliessen», erklärt der AEROPERS Präsident. «Das ist ein ambitionierter Zeitplan. Eine baldige Einigung würde der zermürbenden Zeit der Unsicherheit sowohl für SWISS als auch für ihre Pilotinnen und Piloten ein Ende bereiten und den Start in die gemeinsame Zukunft vereinfachen».

Dank der mit AEROPERS ausgehandelten verordneten Arbeitszeitreduktion kann SWISS den Überbestand an Pilotinnen und Piloten weiterhin effizient und kostensparend bewirtschaften. Zudem hat SWISS jederzeit die Möglichkeit, sich eröffnende Marktchancen zu nutzen, da die Pilotinnen und Piloten bei steigender Produktion sofort wieder zur Verfügung stehen. «Mit den vielen, schmerzhaften Zugeständnissen der Pilotinnen und Piloten während der Pandemie haben wir bewiesen, dass uns das Wohl der SWISS sehr am Herzen liegt», schliesst Clemens Kopetz. «Nun liegt es am Management der SWISS, in den begonnenen Verhandlungen zu zeigen, wie wichtig ihm die Mitarbeitenden sind.»

Quelle: PM AEROPERS

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