Die deutschen Flughäfen konnten im Februar 12,63 Millionen an- und abfliegende Passagiere begrüßen. Zum Vormonat Januar sinkt das Passagieraufkommen um rund 232.000 Passagiere. Die Recovery zum Vorkrisenniveau von 2019 liegt bei 80,9%. Das teilte am Donnerstagvormittag der Flughafenverband ADV mit.
Passagiere: 12,63 Millionen Passagiere nutzten im Februar die deutschen Flughäfen. Im Vergleich zum Februar 2025 stieg das Aufkommen um +2,6%. Zum Februar 2019 fehlen noch immer -19,1% der Reisenden.
Cargo: Das Cargo-Aufkommen beträgt insgesamt 374.107 Tonnen. Gegenüber Februar 2025 ist das ein Wachstum von +7,9% (gegenüber Februar 2019 +6,6%).
Flugbewegungen: Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen lag mit 114.217 Starts und Landungen um -3,7% unter dem Vorjahreswert. Gegenüber 2019 wurden nur 70,3% der gewerblichen Flüge durchgeführt.
Der Februar im Blick – geringes Wachstum zum Vorjahr mit schwachem Aufkommensniveau
Das monatliche Passagieraufkommen erreicht wie jedes Jahr im Februar seinen Tiefpunkt. Der touristische Verkehr ist durch den weniger flugintensiven Skiurlaub geprägt, während Geschäftsreisen den innerdeutschen Verkehr stabilisieren. Fernreisen gehen gegenüber Januar zurück. Im Jahresvergleich zeigt sich in allen Segmenten leichtes Wachstum, bei gleichzeitig rückläufigem Angebot (-5,5 % Flugbewegungen).
Innerdeutsch: Die Nachfrage im innerdeutschen Luftverkehr stagniert im Februar mit 1,58 Mio. Passagieren. Im Vorjahresvergleich nimmt dieses Marktsegment um +1,6% zu. Gegenüber Februar 2019 sind dies nur 45,7% der Passagiere.
Europa: Im Europa-Verkehr wurden im Februar 8,11 Millionen Passagiere gezählt. Damit sinkt die Recovery in diesem Marktsegment wieder auf unter 90%. Zum Vormonat Januar wächst dieses Marktsegment um knapp 159.000 Passagiere. Im Vorjahresvergleich beträgt das Wachstum +2,5%.
Interkontinental: Mit mehr als 2,91 Millionen Passagieren fällt die Interkont-Nachfrage im Vergleich zum Vormonat Januar deutlich geringer aus (-390.215 Passagiere). Zum Vorjahresmonat (Feb. 2025) wächst dieses Marktsegment mit +3,6%. Die Recovery-Rate übersteigt mit 100,8% das Vorkrisenniveau kaum.
Das Jahr im Blick – trotz Bewegungsrückgang moderates Wachstum im Passagieraufkommen
Von Januar bis Februar 2026 nutzten 25,50 Millionen Passagiere (an+ab) die deutschen Flughäfen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von +3,1 %. Die Recovery im Passagieraufkommen liegt bei 81,3% und damit deutlich über der Erholung der gewerblichen Flugbewegungen (71,2%). Weniger Flüge bei steigender Auslastung prägen das Bild.
Verteilung der Marktsegmente im Jahresverlauf:
Innerdeutsch: 3,17 Millionen Passagiere flogen innerdeutsch (+3,3% zum Vorjahr), gegenüber Jan.-Feb. 2019 sind das nicht einmal die Hälfte (46,6%).
Europa: 16,07 Millionen Passagiere sind im Europa-Verkehr an den deutschen Flughäfen unterwegs (+2,5% zum Vorjahr), gegenüber Jan.-Feb. 2019 sind es 88,5%.
Interkontinental: Die Interkont-Nachfrage (6,22 Millionen Pax) wächst mit +5,0% zum Vorjahr, gegenüber Jan.-Feb. 2019 sind es 102,2%.
Cargo-Aufkommen – starker Februar trotz Sondereffekt
Im Februar 2026 verzeichneten die deutschen Flughäfen ein Luftfrachtaufkommen von 374.107 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Plus von +7,9%, gegenüber 2019 ein Zuwachs von +6,6% – trotz des im Februar liegenden chinesischen Neujahrsfests. Treiber sind vor allem die stark gestiegenen Ausladungen.
Ausladungen: Die Ausladungen wachsen um +13,1% auf 183.558 Tonnen (gegenüber 2019 +11,4%).
Einladungen: Die Einladungen erreichen im Februar 190.550 Tonnen (gegenüber 2025 +3,3%, gegenüber 2019 +2,4 %).
Januar-Februar 2026: Das Luftfrachtaufkommen von Januar bis Februar 2026 summiert sich auf insgesamt 733.586 Tonnen (+3,7% zum Vergleichszeitraum 2025, gegenüber 2019 +1,8%). Im Jahresverlauf steigen die Ausladungen (+7,2%), die Einladungen wachsen leicht (+0,4%).
