Der Flughafen Düsseldorf und die Spanier: Was ACS mit DUS zu schaffen hat…

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Hochtief: Es gibt viele Spekulationen. Wirkt sich das auf den Flughafens Düsseldorf aus. Foto: Hochtief

Was haben die Spanier mit dem Flughafen Düsseldorf zu schaffen? Gute Frage! Viel, wenn´s dumm läuft…
Einiges ist in den vergangenen Wochen geschrieben worden über den gierigen und ungeliebten spanischen Konzern ACS – hoch verschuldet – der das sehr gesunde Traditionsunternehmen Hochtief schlucken will. Und das wohl auch schaffen wird, wenn man den neuesten Börsen-Aktivitäten glauben will. 30 Prozent haben die Spanier schon eingesackt. Pikant ist: Hochtief gehören 30 Prozent der Flughafen Düsseldorf GmbH (über die Tochter Concessions). Was werden die Spanier, wenn sie denn irgendwann das Sagen in der Essener Konzernzentrale von Hochtief haben, damit machen? Verscherbeln? Und was bedeutet das für die Mitarbeiter am Flughafen? Sind die Jobs sicher?

Fraglich ist auch, was die weiteren Eigner des Flughafens DUS machen werden? 50 Prozent am Flughafen gehören der Landeshauptstadt Düsseldorf. Aber will die wieder weiter in die GmbH einsteigen? Will die Stadt Anteile kaufen? Ein Vorkaufsrecht hätte sie…Oberbürgermeister Dirk Elbers hat in jüngst veröffentlichen Stellungnahmen durchblicken lassen, dass es nicht unbedingt eine Notwendigkeit gebe, das Vorkaufsrecht zu nutzen. Es stellt sich sicher in Zeiten knapper Kassen auch die Frage nach einer Finanzierung eines Kaufes, selbst wenn man wollte. Bislang scheint auch alles gut zu laufen am privatisierten Flughafen: 50 Prozent Stadt, 30 Prozent Hochtief/Concessions und 20 Prozent gehalten vom irischen Flughafenbetreiber Aer Rianta  – es gab keine Probleme. Möglich wäre ja auch, dass ACS den Concessions-Anteil an die Iren verkauft. Wenn die ihn denn haben wollen – und bezahlen können. – Peter Henrichmann