Zweite Blackbox ausgewertet – Absturzabsicht des Copiloten bestätigt – Absturzgeschwindigkeit bewusst erhöht

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Die zweite Blackbox – Foto: BEA, France

Die französische Flugunfall-Behörde Bureau d’Enquêtes et d’Analyses, kurz BEA hat am Mittag die Ergebnisse der zweiten, am Donnerstag gefundenen, Blackbox vorgestellt.

Der zweite Flugdatenschreiber hat die Befürchtungen des bereits ausgewerteten Stimmrekorders bestätigt. Die A320 von Germanwings wurde bewusst und gezielt zum Absturz durch den Co-Piloten Andreas L. gebracht.
Die Aufzeichnungen der Instrumente zeigen einen bewusst eingeleiteten Sinkflug, teilten die Behörden mit. Der Autopilot wurde auf 100 Fuß, etwa 30 Meter, eingestellt. Zudem wurde die Fluggeschwindigkeit während des Sinkflugs mehrfach erhöht. Ein Datenflugschreiber, auch Flight Data Recorder genannt, zeichnet über 500 verschiedene Parameter eines Fluges auf.
Damit sind auch die letzten Zweifel zur Absturzursache von Flug 4U9525 ausgeräumt.

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Eine Polizistin hat den zweiten Flugschreiber am Donnerstagnachmittag gefunden. Er war gut 20 Zentimeter in der Erde vergraben und stark verrußt, hieß es am Donnerstagabend auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz der französischen Behörden. Auf den heute veröffentlichten Fotos sind die Feuerschäden der Blackbox deutlich zu sehen.

Am 24. März 2015 ist in den französischen Alpen ein Airbus A320 von Germanwings mit 150 Personen, darunter 72 Deutschen, abgestürzt. Co-Pilot Andreas L. hat sich im Cockpit eingesperrt und den Absturz herbeigeführt. airpotzentrale.de berichtete.

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