Zivile Luftfahrt: 2017 war ein sicheres aber nicht pünktliches Jahr

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

Das letzte Jahr war aus der Sicht der zivilen Luftfahrt das sicherste Jahr seit Langem. Das geht aus der jährliche Statistik von Aviation Safety Network hervor. Das niederländische Flugsicherheits-Netzwerk zählte 2017 nur neun tödliche Flugzeugunglücke mit 67 Todesopfern. Das ist in den Büchern der Organisation Rekord. Seit 20 Jahren werden die Flugzeugunglücke analysiert. Noch nie sind „nur“ so wenige Menschen weltweit gestorben.

Laut Statistik gab es im letzten Jahr keinen Flugzeugabsturz mit großen kommerziellen Passagiermaschinen. Überhaupt wurden lediglich nur neun Flugzeugabstürze verzeichnet (Frachtmaschinen + Privatjets/Sportflugzeuge). Die meisten Toten sind nicht aufgrund eines Flugzeugabsturzes gestorben, heißt es. 32 Personen sind an Bord der Flugzeuge gestorben, 35 Menschen am Boden. Ursachen waren z.B. Krankheiten bzw. Vorerkrankungen.

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Ein Jahr zuvor sah die Statistik noch ganz anders aus. Fast fünfmal so viele Tote wurden 2016 gezählt. Damals sind mehr als 300 Personen gestorben. Doch auch damit bleibt das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel der Welt.

Airlines waren 2017 nicht pünktlich
Allein in Deutschland gab es im letzten Jahr über 520 Verspätungen pro Tag. Das berichtet das Fluggastrechtportal AirHelp. Die Macher haben die Flugverspätungen an 30 Airports analysiert. Im Schnitt sind 2017 jeden Tag 25 Flüge ausgefallen und 521 Maschinen hatten eine Verspätung. Für die Airlines sind die Verspätungen und Ausfälle teuer. 433 Mio. Euro an Entschädigungszahlungen würden rein rechnerisch entstehen, wenn wirklich jeder Fluggast seine Ansprüche geltend machen würde, heißt es vom Portal. Rund 850.000 Flüge wurden ausgewertet.

-SP

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