SWISS: Weniger Gewinn in 2019 – Corona belastet Airline in 2020

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SWISS erzielte 2019 einen Gewinn von CHF 578 Mio. (2018: CHF 636 Mio.) und erreichte damit wiederum die angestrebte zweistellige Adjusted-Ebit-Marge. Der Umsatz lag mit CHF 5.33 Mrd. nahezu auf Vorjahresniveau (2018: CHF 5.30 Mrd.). Infolge der sich in den letzten Wochen drastisch verschlechternden Buchungssituation aufgrund zunehmender Reisebeschränkungen und Grenzschliessungen verzeichnet SWISS massive Ertragsausfälle im aktuellen Jahr. Kurzfristige Massnahmen zur Sicherung der Liquidität haben nun höchste Priorität. Für das Gesamtjahr 2020 kann aufgrund der äusserst unberechenbaren Entwicklung keine Ergebnisprognose abgegeben werden.

SWISS hat sich im Geschäftsjahr 2019 trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen einmal mehr gut behauptet. Die Airline der Schweiz hat eine AdjustedEbit-Marge von knapp 11 Prozent und damit das angestrebte Ziel einer zweistelligen Marge wiederum erreicht.

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Gutes operatives Ergebnis trotz zunehmend schwierigem Umfeld
Das operative Ergebnis betrug CHF 578 Mio. und lag um 9 Prozent unter dem Ergebnis des Rekordjahres 2018 mit CHF 636 Mio. Der Umsatz betrug CHF 5.33 Mrd. und entspricht damit nahezu dem Vorjahreswert (2018: CHF 5.30 Mrd.). Vor allem höhere Aufwendungen für Treibstoff wirkten sich ergebnismindernd aus. Zudem sind gegenüber dem Vorjahr höhere Wartungskosten aufgrund erstmals fälliger, periodisch stattfindender Instandhaltungsarbeiten der Flottenzugänge angefallen. Zu spüren bekam SWISS nicht zuletzt die rückläufige Frachtnachfrage im Zuge der abflachenden Weltkonjunktur. Im vierten Quartal 2019 steigerte SWISS das operative Ergebnis um 2 Prozent auf CHF 89 Mio. (2018: CHF 87 Mio.). Zurückzuführen ist dies vor allem auf kontinuierliche gruppenweite Prozessvereinheitlichungen und Einmaleffekte. Der Umsatz lag mit CHF 1.28 Mrd. auf Vorjahresniveau (2018: CHF 1.28 Mrd.). Thomas Klühr, CEO von SWISS: «Wir haben uns auch 2019 trotz eines sich verschlechternden Umfelds gut behauptet und unser Ziel einer zweistelligen Adjusted-Ebit-Marge erreicht». Massive Ertragsausfälle infolge der Coronakrise Die massiven staatlich verordneten Reisebeschränkungen und Grenzschliessungen aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus wirken sich besonders stark auf den weltweiten Flugverkehr aus. In den letzten Wochen musste auch das Angebot von SWISS um über 80 Prozent reduziert werden. Über zwei Drittel der Flotte wurden bereits aus dem Betrieb genommen. Klühr: «SWISS ist bestrebt, auch minimale Verbindungen so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, um bei einem Abflachen der Krise die Anbindung an die Länder, die sich öffnen, möglichst zeitnah wieder aufnehmen zu können. Die Nachfrage wird zwar wieder anziehen, aber verzögert und nur schrittweise».

Sollte sich die Situation gar noch weiter verschlechtern und zusätzliche Reiseverbote erlassen werden, kann eine komplette, temporäre Einstellung des Flugbetriebs auch bei SWISS nicht mehr ausgeschlossen werden. «Diese Art der vorübergehenden Einstellung des Flugbetriebs ist jedoch nicht strukturell bedingt, sondern äusseren Umständen geschuldet, die die gesamte Airline-Industrie bzw. Weltwirtschaft betreffen. Zudem ist SWISS grundsätzlich ein gesundes und robustes Schweizer Grossunternehmen, das im Verbund der Lufthansa Group über eine starke Marktposition verfügt», so Klühr weiter.

Kurzfristige Liquiditätssicherung hat höchste Priorität
Zur sofortigen Sicherung der Liquidität hat SWISS zahlreiche Kosteneinsparungsmassnahmen eingeleitet (z.B. Einstellungsstopp, Verschiebung der Auszahlung von Lohnbestandteilen, anteiliger Lohnverzicht des Kaders, Einstellung von nicht betriebsnotwendigen Projekten). Zudem führt SWISS in den nächsten Tagen Kurzarbeit ein. Die entsprechenden Voranmeldungen für die fliegenden Mitarbeitenden in Cockpit und Kabine sowie die Mitarbeitenden in der Technik und bei Cargo wurden eingereicht, einen weiteren Antrag für die administrativen Bereiche wird SWISS heute einreichen. Die Einführung der Kurzarbeit wurde mit den Sozialpartnern vereinbart. «Es ist davon auszugehen, dass alle Airlines in Europa auf staatliche Unterstützung angewiesen sein werden. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Auch wenn SWISS im Verbund mit der Lufthansa Group einen längeren Atem als manch andere europäische Airline hat, wird es bei einer länger anhaltenden Krise zu einem temporären Liquiditätsengpass kommen», sagt Klühr. «Sollte dieser Fall eintreten, ist es wichtig, dass schnell Liquidität zur Verfügung gestellt wird und zeitnah Zusagen für weitere Massnahmen wie staatliche Garantien oder Überbrückungskredite − die nach der Krise zurückbezahlt werden können − erfolgen», so Klühr weiter. Als Airline der Schweiz ist es SWISS in dieser aussergewöhnlichen Situation wichtig, trotz zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen die Anbindung der Schweiz an die Welt zu sichern.

Aufgrund der äusserst unberechenbaren Entwicklung lässt sich für das Gesamtjahr 2020 keine Ergebnisprognose abgeben.

Quelle: PM SWISS

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