SunExpress will Betriebsratswahlen verhindern

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Foto: airportzentrale.de

Mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung geht die Airline SunExpress gegen die Wahl eines Betriebsrates des Cockpit- und Kabinenpersonals vor, teilten am Dienstag die Gewerkschaften UFO und VC mit. SunExpress fliegt im Verbund des Lufthansa-Konzerns sowohl unter eigenem Namen als auch für die Marke Eurowings.

Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) fordern seit Jahren für dieses stark wachsende Unternehmen eine betriebliche Mitbestimmung – so wie es bei fast allen deutschen Betrieben ähnlicher Größe schon längst Standard und gelebte Praxis ist. Diese wird bis heute vom Management abgelehnt. Jetzt geht die Geschäftsleitung sogar juristisch gegen die EU-Mindeststandards der Mitbestimmung vor.

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„Bei einer Beschäftigtenzahl von über eintausend Mitarbeitern, wie das auch im Flugbetrieb der SunExpress der Fall ist, besteht in fast allen deutschen Betrieben ein Betriebsrat. Es ist aus unserem Verständnis heraus überhaupt nicht akzeptabel, dass ein in Deutschland ansässiges Unternehmen das rechtlich verbriefte Ansinnen seiner Mitarbeiter, sich an der Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsumstände zu beteiligen, verwehrt. Dies umso mehr, da annähernd die Hälfte der Kabinenmitarbeiter in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen, was in Flugbetrieben eher die Ausnahme als die Regel ist“, so Uwe Hien, Tarifexperte bei UFO. „Im Konzerngefüge der Lufthansa genießt SunExpress insofern eine unrühmliche Sonderstellung“, so Hien weiter.

Wie bei anderen Fluggesellschaften, in denen Arbeitnehmerrechte keine Berücksichtigung finden, macht sich auch das SunExpress-Kabinen- und Cockpitpersonal mit ihren Gewerkschaften VC und UFO auf den Weg, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen festzuschreiben.

Quelle: PM UFO / VC

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