Streiks des Sicherheitspersonals: Großes Chaos in Hamburg – Passagiere werden gebeten nicht mehr anzureisen

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Grafik: airportzentrale.de

Im Tarifkonflikt des privaten Sicherheitsgewerbes hatte die Gewerkschaft ver.di ihre Mitglieder am Montag, 09.02.2015 ganztägig zum Streik aufgerufen. Davon betroffen sind die Airports in Hamburg, Hannover und Stuttgart.

In den Terminals bildeten sich deshalb vor den Sicherheitskontrollen lange Warteschlangen. Fluggäste mussten zum Teil über zwei Stunden warten, bis sie kontrolliert wurden.

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In Stuttgart wurden 32 Flüge am Montag von den Airlines gestrichen, einige abfliegende Maschinen hatten Verspätung.

Passagieren wurde für die Dauer des Streiks empfohlen, deutlich mehr Zeit einzuplanen und sich bereits vor der Anreise zum Flughafen direkt über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren. Am Flughafen Stuttgart waren am Freitag insgesamt 241 Flüge geplant, rund 12.000 abfliegende Passagiere waren durch den Streik in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Flughafengesellschaft hatte ihr Servicepersonal stark aufgestockt, es wurden Getränke für die Wartenden verteilt.

Die Luftsicherheitsassistenten der Passagier- und Gepäckkontrolle in Baden-Württemberg haben einen Stundenlohn von 15,00 Euro, dazu kommen Zuschläge für Nachtarbeit, Sonntags- und Feiertagsarbeit. Seit 2011 wurde in den Tarifrunden eine Steigerung von über 25 % erzielt.

Flughafen Hamburg:
Passagieren, die für heute einen Abflug ab Hamburg Airport geplant haben wird empfohlen, nicht mehr zum Flughafen zu kommen. Grund: Derzeit ist nur eine von 24 Kontrollstellen geöffnet. Ab 21:00 Uhr wird keine Kontrollstelle mehr besetzt sein.

Durch diese stark eingeschränkten Kapazitäten an den Kontrollstellen sowie die immer noch langen Warteschlangen im Terminal ist es den Passagieren nahezu unmöglich, die Sicherheitskontrolle noch rechtzeitig zu passieren.

Den Fluggästen wird geraten, sich umgehend mit den Hotlines der entsprechenden Fluggesellschaften bezüglich einer Umbuchung in Verbindung zu setzen.

Heute waren 203 Abflüge und 203 Ankünfte ab Hamburg Airport vorgesehen. Davon haben die Fluggesellschaften bisher 160 Flüge gestrichen. Etwa 40.000 Passagiere sind von dem Streik betroffen. Die durchgeführten Flüge wurden mit Verspätungen durchgeführt.

Für Dienstag, 10. Februar 2015 wird ein normaler Betrieb am Flughafen erwartet. Passagieren wird jedoch empfohlen, frühzeitig zu erscheinen, da aufgrund des Streiks mit einem erhöhten Passagieraufkommen gerechnet wird.

Die Gewerkschaft ver.di hatte das Personal für die Passagierkontrollen sowie für die Personal- und Warenkontrollen zum Streik aufgerufen. Laut der Gewerkschaft ver.di soll der Streik am heutigen Montag, 9. Februar 2015 noch bis 24.00 Uhr andauern. Durch diesen 24-Stunden-Ausstand kam es zu deutlichen Verzögerungen bei allen Sicherheitskontrollen mit Wartezeiten von bis zu fünf Stunden. Auch bevorzugte Sicherheitskontrollen (z. B. Fast Lane) waren mangels Kapazität nicht möglich. Stand 16.30 Uhr beträgt die Wartezeit an den Passagierkontrollen immer noch vier bis fünf Stunden.

Das Personal an den Passagierkontrollstellen am Hamburg Airport, die sogenannten Luftsicherheitsassistenten, sind Angestellte eines privaten Sicherheitsdienstleisters, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrolle der Flugpassagiere übernehmen.

Quelle: PM Flughafen Stuttgart und Flughafen Hamburg

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