Streik an Berliner Airports: Arbeitgeber haben kein Verständnis

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Foto: Simon Pannock

Die Gewerkschaften ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion haben für morgen früh zu ersten Streiks in der aktuellen Tarifrunde für die privaten Sicherheitskräfte an Flughäfen in Berlin zum Streik aufgerufen. „Beide Gewerkschaften sind seit Beginn der Verhandlungen noch keinen Cent von ihren völlig utopischen Forderungen abgewichen und wollen uns nun noch vor der nächsten Verhandlungsrunde durch Streiks zur nochmaligen Erhöhung unseres Angebotes zwingen“, so die Geschäftsführerin des BDLS, Cornelia Okpara. Das derzeitige Angebot der Arbeitgeberseite liege zwischen 2 und 6,4 Prozent Erhöhung pro Jahr – die Gewerkschaften fordern weiterhin bis zu 44 Prozent mehr Lohn. Die ersten Streiks finden an den Berliner Flughäfen statt – dort verdienen die Beschäftigten in Vollzeit durchschnittlich rund 2740 Euro und fordern eine Erhöhung auf 3200 Euro pro Monat.

Die Arbeitgeber hatten den beiden Gewerkschaften eine Struktur zur Angleichung der Löhne in den einzelnen Tätigkeitsfeldern an den Flughäfen vorgestellt. So könne man innerhalb eines absehbaren Zeitraumes die Löhne in den östlichen Bundesländern an die der westlichen angleichen – wobei Berlin/Brandenburg bereits jetzt tariflich den westlichen Bundesländer zugeordnet ist. „Eine solche Angleichung erfordert aber natürlich auch die Solidarität der bereits jetzt höher entlohnten Beschäftigten gegenüber den anderen“, so Okpara weiter. Man könne nicht auf den höchsten Lohn noch ordentlich etwas drauf verlangen und dann alle anderen auf das Niveau raufziehen. „Die so geforderten Lohnerhöhungen von über 40 Prozent sind absolut nicht umsetzbar“, so Okpara.

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Quelle: PM BDLS

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