Stinksauer: Luftfahrtgipfel findet ohne Gewerkschaft statt

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Foto: airportzentrale.de

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) ist sauer auf Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Grund ist der geplante Luftfahrtgipfel am Freitag.
Dazu schreibt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung:

Mit großem Unverständnis müssen wir, die Gewerkschaft der Flugsicherung e. V. (GdF), zur Kenntnis nehmen, dass der Luftfahrtgipfel, zu dem der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) für kommenden Freitag Vertreter der Luftfahrtgesellschaften, der Flughafenbetreiber, der Flugsicherung, sowie der Politik nach Hamburg eingeladen hat, ohne jegliche Beteiligung von Sozialpartnern stattfinden wird.

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Dies ist umso erstaunlicher, da vor allem in der politischen Öffentlichkeit der letzten Wochen die Forderung nach Mehrarbeit, Flexibilisierung von Arbeitszeiten sowie weiteren tariflichen Änderungen zu Lasten der Beschäftigten als Lösungsansätze kommuniziert wurden.

Ein Anfang September übermitteltes persönliches Schreiben der in der Luftfahrt tätigen Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC), Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), Trade Union Eurocontrol Maastricht (TUEM) und der GdF an den Bundesverkehrsminister wurde bis zum heutigen Tag nicht einmal beantwortet.

Es drängt sich die Befürchtung auf, dass auf diesem Gipfel nur eine schön gefärbte Wahrheit auf den Tisch kommt und die tatsächlichen Auswirkungen und Einschränkungen für die nächsten Jahre nicht vollständig offen gelegt werden.

Wir werden nun die Ergebnisse und mögliche Lösungsansätze des Verspätungsproblems, an dem keinesfalls die Beschäftigten die Schuld tragen, abwarten und anschließend bewerten.

Jedoch möchten wir noch einmal deutlich zum Ausdruck bringen, dass sämtliche Lösungsansätze tariflicher Art nur mit den Sozialpartnern umsetzbar sein werden.

Quelle: PM GdF

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