Sicherheitspersonal an Flughäfen sollen einheitlichen Tarif bekommen

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) will erstmals einen bundesweit einheitlichen Aviation-Entgelttarifvertrag für die rund 23.000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an Flughäfen durchsetzen. Hauptforderung in den anstehenden Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) ist eine Erhöhung des Stundenlohns für die Tätigkeit in allen Kontrollbereichen der Flughäfen auf 20 Euro pro Stunde. Das hat die Tarifkommission der Gewerkschaft beschlossen. Die zwischen den Bundesländern bestehenden Unterschiede sollen schnellstmöglich ausgeglichen werden.

„Die Tarifverträge in den Bundesländern haben zu Einkommensunterschieden von bis zu drei Euro pro Stunde für gleiche Tätigkeiten geführt. Auch Tätigkeitsbeschreibungen sind nicht einheitlich. Es ist höchste Zeit für einen einheitlichen Tarifvertrag für alle, egal ob sie Lohn, Gehalt oder eine Ausbildungsvergütung erhalten“, erklärten die beiden ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher und Peter Bremme. „Zur Wertschätzung der Arbeit gehört auch die entsprechende finanzielle Anerkennung. Alle reden von Sicherheit, aber keiner ist bereit, die hierfür erforderlichen Mittel bereitzustellen. Die Politik muss die Bundespolizei als Auftraggeber der Sicherheitsunternehmen mit den erforderlichen Mitteln ausstatten. Sonst drehen wir uns im Kreis“, so die Verhandlungsführer.

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Eine weitere Forderung ist die Vereinheitlichung der Zuschläge im Bereich der Luftsicherheit. ver.di fordert dazu einen bundeseinheitlichen Überstunden- und Mehrarbeitszuschlag von 30 Prozent und einen Sonntagszuschlag von 50 Prozent. „Die Zahl der Flugpassagiere steigt ständig, während die Zahl der Beschäftigten im Sicherheitsbereich nicht erhöht wird. Die dadurch steigende Belastung muss zunächst durch Zuschläge kompensiert werden“, heißt es bei der Gewerkschaft.

Die Tarifverhandlungen beginnen am 16. Oktober 2018 in Berlin. „Bis zum Jahresende wollen wir den bundesweiten Entgelttarifvertrag in trockenen Tüchern haben. Das setzt sachorientierte Verhandlungen voraus, wenn Aktionen an den bundesdeutschen Flughäfen vermieden werden sollen“, erklärten Roscher und Bremme.

Quelle: PM ver.di

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