Flugbegleiter: Ryanair erteilt Gewerkschaft eine Abfuhr

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Foto: Simon Pannock

Ryanair verstößt nach Angaben verschiedener Medien mit ihren Arbeitsverträgen gegen deutsches Arbeitsrecht. So soll es angeblich Verträge geben, die unbegrenzten unbezahlten Zwangsurlaub und unbegründete Kündigungen erlauben. Auch wird die Bezahlung bemängelt.

Demnach soll es für Flugbegleiter in Deutschland Bruttolöhne von rund 1.200 Euro im Monat geben, teilte heute die Gewerkschaft UFO mit. Nach Angaben der Flugbegleiter-Gewerkschaft hat ein Mitglied der Zeitung „WELT“ und dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ ein ausführliches Interview gegeben.

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UFO fordert von Ryanair in Tarifverhandlungen zu treten (airportzentrale.de berichtete). Dieser Forderung erteilt der Billigflieger jetzt eine klare Absage. In einem Statement teilte Ryanair am Nachmittag airportzentrale.de mit.

1) Ryanair wird sich nicht mit UFO oder anderen Vertretern treffen, die falsche Aussagen über Gehälter bei Ryanair tätigen. Kein Ryanair-Bordpersonal hat jemals einen derartig geringen Betrag von 18.000 Euro pro Jahr verdient, da das Bordpersonal bei Ryanair bis zu 40.000 Euro pro Jahr verdienen kann.

2) Ryanair stellt Bordpersonal ein, das mit irischen Flugzeugen auf internationalen Routen fliegt und diese Mitarbeiter müssen laut irischem Recht ihre Einkommenssteuer in Irland zahlen, wie es die EU-Regularien für mobile Arbeitnehmer vorschreiben.

3) Ryanair führt bereits Tarifverhandlungen, so genannte Employee Representative Councils (ERC’s), mit seinem Personal durch – ein vom Obersten Irischen Gerichtshof genehmigtes System.

4) Vielleicht investiert die Organisation UFO ihre Zeit lieber, um gegen die Arbeits-, Renten- und Lohnkürzungen vorzugehen, die aktuell dem airberlin-Personal als Ergebnis der Lufthansa-Übernahme widerfahren.

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