Neue Pilotensteiks bei der Lufthansa jederzeit möglich

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Lufthansa Heck Boeing 747 – Foto: Dierk Wünsche

Im vergangenen Dezember hatte die Vereinigung Cockpit (VC) das Lufthansa-Management zu einer Gesamtschlichtung aufgefordert, um eine nachhaltige Befriedung des Tarifkonfliktes herbeizuführen.
Diese Pläne sind nun gescheiert. Es drohen neue Pilotenstreiks. In einer Pressemitteilung informiete die VC am Nachmittag, dass das Friedensangebot vom Lufthansavorstand abgelehnt wurde.
So heißt es in der Mitteilung:

Dieses Friedensangebot wurde vom Lufthansa-Konzernvorstand nicht nur rundweg abgelehnt, sondern umgehend mit der Ankündigung neuer, tiefgreifender Einschnitte für die Piloten und alle anderen Beschäftigten beantwortet. In einer Art „Sanierung“ müsse nun der Kern der Lufthansa Passage einer tiefgreifenden Neustrukturierung unterzogen werden, da Gewinne zwischen einer und zwei Milliarden Euro zukünftig nicht mehr ausreichten, um die Ziele des Managements zu erreichen. Konkrete Forderungen konnten zwar keine benannt werden, diese würden jedoch in der ersten Jahreshälfte 2015 erarbeitet.

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Durch diese pauschale Forderung nach signifikanten Niveauabsenkungen, nicht nur im Bereich der Versorgungssysteme der Mitarbeiter, wird der von der VC angestrebte, konstruktive Weg nicht nur ausgeschlagen, sondern gleichsam provokant konterkariert. Der Pressesprecher der VC, Jörg Handwerg, stellt dazu fest: „Nun wird auch für jeden Kritiker unserer Arbeitskämpfe erkennbar, dass der Lufthansa-Vorstand in diesem Tarifkonflikt weder Lösungen, noch eine friedliche Einigung mit den Piloten anstrebt. Stattdessen will man sich von den Fesseln der Mitbestimmung befreien, indem die Arbeitnehmerschaft in kleine, möglichst untarifierte Einheiten zerschlagen werden soll.“

Die VC-Tarifkommission wird in den kommenden Wochen in zahlreichen Versammlungen den engen Schulterschluss mit ihren Mitgliedern suchen, um gemeinsam die richtigen Antworten auf diese neuerlichen Provokationen des Lufthansa-Vorstandes zu beschließen.
Vor diesem Hintergrund dürfte klar werden, dass auch kein Einigungswille seitens des Managements bei den Verhandlungen zur Übergangsversorgung vorhanden ist. Auch während der Dauer der kommenden Versammlungen ist die Fortsetzung der Arbeitskampfmaßnahmen jederzeit möglich und wahrscheinlich!

Quelle: PM Vereinigung Cockpit / airportzentrale.de

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