Luftpost 270: Leonardo da Vinci

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Leonardo da Vinci, Flugpionier, Multitalent u.v.a.m. – Selbstportrait, gemeinfrei
Andreas Fecker

Am 2. Mai vor 500 Jahren starb Leonardo da Vinci, Multitalent, Universalgelehrter und Allroundgenie. Wer von den heute lebenden Genies kann schon von sich sagen, er sei Maler, Bildhauer, Philosoph, Naturwissenschaftler, Schriftsteller, Anatom, Architekt, Baumeister, Ingenieur und Erfinder? Von der Mona Lisa bis zum Flugapparat, von der Medizin bis zu Kriegsmaschinen reichte seine geistige und künstlerische Spannweite. Er baute Verteidigungsanlagen für die Armee, legte Sümpfe trocken, er entdeckte die Arteriosklerose und baute Hohlspiegel, um Wasser mit Sonnenenergie zu erhitzen. Er studierte die Anatomie der Menschen und der Vögel und entwarf um 1500 eine Maschine, die es ihnen gleichtat und durch Muskelkraft bewegt wurde. Visionär war damals schon die Aerodynamik seiner Entwürfe. Gleichwohl irrte er sich in Bezug auf die Kraft, die der Mensch in den Armen und Beinen braucht, um sein Eigengewicht und das der Maschine vom Boden zu heben.

Leonardo da Vincis Flugapparat von 1490 – gemeinfrei

Trotzdem darf Leonardo da Vinci als ein Flugpionier gelten, vor dem heutige Erfinder und Konstrukteure erblassen. Er war seiner Zeit um Jahrhunderte voraus. Auch der Nachbau seiner Fallschirmstudie überstand einen Test erfolgreich. Die Studie zur Konstruktion eines auftriebsfähigen Flügels ebenfalls. Es waren von jeher Menschen mit Visionen, die die Forschung vorangebracht haben. So schrieb Sigmund Freud über ihn: „Er glich einem Menschen, der in der Finsternis zu früh erwacht war, während die anderen noch alle schliefen.“

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Die Luftpost hätte schon damals gerne über ihn berichtet, aber da gab es halt die Airportzentrale noch nicht. Auch Instagramm, Facebook, Twitter und das ganze Computer-Zeugs stufte er offenbar nicht als der Weisheit letzter Schluss ein. Nur deshalb hatte er schon vor 500 Jahren die Finger davon gelassen!

Andreas Fecker

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