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Lufthansa: Starke Bilanz für Geschäftsjahr 2010 – 60 Cent Dividende je Aktie

17 März 2011

Er sorgt - mit einem starken Team - dafür, dass es richtig rund läuft bei der Lufthansa: Dr. Christoph Franz. Foto: Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa AG legt für das Geschäftsjahr 2010 eine starke Bilanz vor. Der Konzern erzielte einen operativen Gewinn von 876 Millionen Euro und steigerte damit seinen Vorjahresgewinn von 130 Millionen Euro um mehr als das Fünffache. Das Konzernergebnis stieg auf 1,1 Milliarden Euro, ein Plus von 1,2 Milliarden Euro.

Darin enthalten ist ein positiver steuerlicher Einmaleffekt aus einer finanziellen Umstrukturierung des Geschäftsfelds Catering von rund 400 Millionen Euro. Negative Einmaleffekte auf das wirtschaftliche Ergebnis wie den strengen Winter im Januar und Dezember, den Pilotenstreik und die mehrtägigen Luftraumsperrungen infolge des Vulkanausbruchs in Island kompensierte der Konzern damit besser als noch zur Jahresmitte erwartet. Ausschlaggebend dafür waren ein Anstieg von Nachfrage und Absatz im internationalen Passagiergeschäft und im Frachtverkehr, ebenso die erfolgreiche Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen in allen Konzernbereichen und die Realisierung von Synergiepotentialen im Airlineverbund. Alle Geschäftsfelder trugen mit einem operativen Gewinn zum guten Ergebnis des Konzerns bei. Die Aktionäre sollen mit einer Dividende von 60 Cent pro Aktie am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

Ereignisreich, anspruchvoll, erfolgreich

Christoph Franz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, bezeichnete das Jahr 2010 als ereignisreich, anspruchsvoll, aber am Ende erfolgreich und sagte anlässlich der Präsentation der Zahlen: „Mit dem vorliegenden Ergebnis können wir sehr zufrieden sein. Es ist der Beweis dafür, dass wir aus vergangenen Krisen gelernt haben. Wir haben unsere finanzielle und operative Flexibilität und die gewohnte Kostendisziplin beibehalten und das vergangene Jahr überzeugend gemeistert – nicht zuletzt dank der starken
Teamleistung aller Mitarbeiter und Führungskräfte an Bord und am Boden. Vor allem aber hat Lufthansa auch nach der Krise den Abstand zu ihren Wettbewerbern vergrößert. Das macht uns stolz und spornt uns an – für neue Höchstleistungen im Jahr 2011.“ Das größte Geschäftsfeld des Konzerns, die Passage Airline Gruppe, profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere im Langstreckenverkehr von einer Erholung der Nachfrage sowie von der Realisierung von Synergiepotentialen im Airlineverbund. Zum operativen Ergebnis von 436 Millionen Euro trug insbesondere Lufthansa Passage mit einem operativen Gewinn von 382 Millionen Euro bei. Im Vorjahr hatte diese noch 2/4 einen operativen Verlust von 107 Millionen Euro ausgewiesen.

Den Kosten auf den Leib gerückt

Kostensenkungen im Rahmen des Ergebnissicherungsprogramms Climb 2011, beispielsweise durch die Ausmusterung der Flugzeuge mit nur 50 Sitzen, trugen zu der Ergebnisverbesserung bei. Das Programm Climb 2011 wird die Lufthansa Passage wie geplant bis Ende des Jahres fortführen. Die Inbetriebnahme von vier A380 mit einer neuen First Class, die Einführung der neuen Europakabine auf Kontinentalstrecken und mit „Flynet“ die Wiedereinführung von Internet an Bord waren nur einige der Investitionen in das Bord- und Bodenprodukt von Lufthansa im vergangenen Jahr. SWISS erzielte einen im Vorjahresvergleich dreimal höheren operativen Gewinn von 298 Millionen Euro.

Lufthansa Cargo mit Spitzenergebnis

Austrian Airlines verbuchte ein operatives Ergebnis von minus 66 Millionen Euro, British Midland ist mit einem operativen Verlust von 145 Millionen Euro im Gesamtergebnis enthalten. Beide Gesellschaften verfolgen weiterhin konsequent die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. Germanwings setzte ihren Wachstumskurs fort, erzielte, bedingt durch die Sondereffekte des letzten Jahres, jedoch ein negatives operatives Ergebnis von 39 Millionen Euro. Lufthansa Cargo steigerte ihre Verkehrserlöse und profitierte mit einem strikten Kostenmanagement, höheren Preisen und einer guten Wettbewerbsposition überproportional von der wirtschaftlichen Erholung. Die Gesellschaft erreichte 2010 ein Rekordergebnis, das Geschäftsfeld Logistik beendete das Jahr mit einem operativen Gewinn von 310 Millionen Euro. Im Geschäftsfeld Technik setzte die wirtschaftliche Erholung erwartungsgemäß später ein als in den übrigen Bereichen des Konzerns. Trotz Umsatzeinbußen zu Beginn des Jahres erwirtschaftete die Lufthansa Technik einen operativen Jahresgewinn von 268 Millionen Euro. Ein positives operatives Ergebnis erzielte auch das Geschäftsfeld IT-Services, dieser betrug 10 Millionen Euro. Den Umsatzrückgang in diesem Geschäftsfeld kompensierte Lufthansa Systems jedoch nur teilweise. Im Rahmen des Programms „Jetzt!“ will das Unternehmen deshalb Umsatz und Ergebnis wieder nachhaltig steigern.

Was zu Essen…

LSG Sky Chefs Deep_frozen_dish Foto: Bildarchiv LSG Sky Chefs

Lecker is(s)t, was die LSG den Gästen serviert. Foto: LSG

Im Geschäftsfeld Catering steigerte LSG Skychefs ihren operativen Gewinn auf 76 Millionen Euro. Der wirtschaftlichen Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr sieht der Vorstand mit Zuversicht entgegen. Das Unternehmen erwartet eine weitere Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis, die Voraussetzungen für die Ausschüttung einer Dividende dürften nach aktuellem Kenntnisstand auch im laufenden Jahr gegeben sein. Christoph Franz betonte: „Das Jahr 2011 wird kein Spaziergang. Der Wind im Wettbewerb auf Europastrecken und Langstrecken nach Asien und Amerika wird rauer. Die Luftverkehrsteuer trifft deutsche und europäische Fluggesellschaften und ihre Fluggäste empfindlich. Die Kosten für Kerosin befinden sich auf Rekordhöhen. Und auch vor den Auswirkungen politischer Unruhen, Terroranschlägen oder Umweltkatastrophen sind wir
nicht gefeit. Der Lufthansa Konzern wird sich diesen Herausforderungen stellen und 3/4 seinen Erfolgskurs auch 2011 fortsetzen. Dass wir über die nötigen Kompetenzen verfügen, haben wir im vergangenen Jahr bewiesen.“ Aktuell geht das Unternehmen auch für das Jahr 2012 von einer positiven Entwicklung von Umsatz und Ergebnis aus. Voraussetzungen seien, dass die prognostizierten Konjunkturentwicklungen einträten und der Geschäftsverlauf nicht durch einen unverhältnismäßigen Anstieg der Treibstoffpreise oder andere unvorhersehbare Einflussfaktoren beeinträchtigt werde.

Das Geschäftsjahr 2010 in Zahlen
Der Umsatz des Lufthansa Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 betrug 27,3 Milliarden Euro, 22,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verkehrserlöse stiegen um 26,5 Prozent auf
22,3 Milliarden Euro. Insgesamt erhöhten sich die betrieblichen Erträge des Konzerns im Berichtszeitraum auf 30,1 Milliarden Euro, ein Plus von 20,4 Prozent.
Konsolidierungsbereinigt stiegen die drei Kennzahlen um 14,4 Prozent (Umsatz), 16,2 Prozent (Verkehrserlöse) und 12,6 Prozent (betriebliche Erträge).
Die betrieblichen Aufwendungen haben sich im Verlauf des Jahres um 16,7 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro erhöht. Ein wichtiger Grund dafür waren, neben
Konsolidierungseffekten, die um 1,5 Milliarden Euro höheren Treibstoffkosten von insgesamt 5,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einem preis- und mengenbedingten
Anstieg von 41,5 Prozent. Die Gebühren lagen um 21,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Lufthansa Konzern erzielte ein operatives Ergebnis von 876 Millionen Euro und damit 746 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Konzernergebnis betrug 1,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr wurde dieses mit minus 34 Millionen Euro ausgewiesen.
Lufthansa investierte im Berichtszeitraum 2,3 Milliarden Euro. Davon entfielen zwei Milliarden Euro auf die Erweiterung und Modernisierung der Flotte. Der operative
Cashflow betrug 3,1 Milliarden Euro, der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Nettoinvestitionen) 1,6 Milliarden Euro. Der Konzern wies zum Ende des Jahres 2010
eine Nettokreditverschuldung von 1,6 Milliarden Euro aus. Die Eigenkapitalquote stieg bedingt durch den positiven Geschäftsverlauf und Portfoliomaßnahmen im Vergleich zum
Jahresabschluss 2009 von 23,5 auf 28,4 Prozent. Quelle: Presseinformation Lufthansa / - HEN

 

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