Lufthansa-Flugbegleiter streiken am Sonntag in München und Frankfurt

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Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder bei Lufthansa zum Streik aufgerufen. Die Arbeit soll am kommenden Sonntag (20.10.2019) von 6 bis 11 Uhr an den Standorten München und Frankfurt niedergelegt werden. Weitere Streiks sind jederzeit möglicht, sagte der stellvertretende Ufo-Vorsitzenden Daniel Flohr. Auch unbefristete Streiks seien in Zukunft eine Möglichkeit.

„Wir rufen zu dieser Zeit alle Flugbegleiter und Purser bei Lufthansa auf, nicht zur Arbeit zu erscheinen. Wo es weitere Arbeitsniederlegungen geben wird, hängt nun einzig und allein davon ab, ob Lufthansa an den Verhandlungstisch zurückkehrt, um unsere übermittelten Forderungen zu verhandeln. Momentan müssen wir allerdings eher davon ausgehen, dass Lufthansa und die anderen Konzernairlines diesen Konflikt auf dem Rücken der Passagiere austragen“, so Flohr.

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Lufthansa hat UFO bereits mitgeteilt, dass kein Notfallflugplan für die Kunden erstellt werde. „Das Unternehmen spekuliert anscheinend darauf, genügend Streikbrecher zu finden, die bereit sind, auf ihr Streikrecht zu verzichten. Das Risiko von kurzfristigen Streichungen, falls dies misslingt, ist den Kunden gegenüber völlig unverantwortlich“, ergänzt Flohr.

„Wenn wir uns die Antworten des Konzerns auf unsere Streikforderungen anschauen, sucht die LH-Konzernführung ganz bewusst die große Eskalation. Statt mit UFO über einen Tarifvertrag zu einer Lohnerhöhung von 1,8 % zu verhandeln, mauert der Konzern, mit dem vorgeschobenen Grund der fehlenden Vertretungsbefugnis. Dabei wird von Lufthansa in Kauf genommen, dass der Schaden für die Passagiere möglichst groß ausfällt, damit die Öffentlichkeit UFO für ein etwaiges Chaos verantwortlich macht. Wenn Herr Spohr der Meinung ist, dass die Streiks illegal sind, dann muss er das vor Gericht beweisen”, so Flohr weiter.

“Wir sind zuversichtlich, dass die Öffentlichkeit durchschaut, dass es hier nicht um leichtfertige Streiks oder Luxusforderungen geht, sondern die Kabinenmitarbeiter sich dagegen wehren, dass ihnen tarifliche Selbstverständlichkeiten verwehrt werden”, so Flohr abschließend.

Quelle: PM UFO

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