Lufthansa-Flugbegleiter stimmen für neue Streiks

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Grafik: airportzentrale.de

Am Freitagabend endete die Urabstimmungen zur Ausweitung von Streiks im Lufthansa-Konzern. Die Gewerkschaft UFO teilte am Abend das Ergebnis mit. Mit einer deutlichen Mehrheit haben sich die Mitglieder für weitere Streiks entschieden. Über die neuen Streikmaßnahmen will die Gewerkschaft die Medien am Montag informieren.

Außerdem fand die jährliche Mitgliederversammlung statt: „UFO ist zurück in der Normalität. Die Mitglieder haben sich auf der Mitgliederversammlung mit sehr klaren Mehrheiten für die Anträge des Vorstands entschieden. Die Neuwahlen werden nach vereinfachten Regeln stattfinden und die Abwahl des derzeitigen Vorstands wurden mit nicht einmal 2 % der Stimmen für eine Abwahl, abgelehnt. Der Vorstand wurde also mit überragenden 98 % im Amt bestätigt. Ebenso haben sich alle zur Wahl aufgerufenen Belegschaften mit überwältigender Mehrheit für die Ausweitung von Streiks in den fünf Lufthansa-Betrieben entschieden. Für diese klare Zustimmung an beiden Stellen sind wir sehr dankbar und werden diese Verantwortung für die kommenden Monate gewissenhaft aufnehmen“, erklärt Sylvia De la Cruz, Vorsitzende der UFO.

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Die Zustimmungsquoten der Urabstimmungen in den einzelnen Betrieben:

Sunexpress Deutschland 96,2 %

Lufthansa AG 86,9 %

Germanwings GmbH 95,1 %

Eurowings Deutschland 82,3 %

Lufthansa CityLine 77,5 %

Sylvia De la Cruz, Vorsitzende der UFO zeigt sich kämpferisch: „Wir werden nun mit ausgeweiteten Streiks, die tariflichen Ziele der Tarifkommissionen in jedem einzelnen Betrieb durchsetzen. Wir haben dem Lufthansa-Konzern nach den erfolgreichen Warnstreiks, mit über 200 ausgefallenen Flügen, einen weitreichenden Vorschlag zur Beendigung sämtlicher Arbeitskämpfe gemacht. Da Lufthansa sich entschieden hat, auf diesen Vorschlag nicht einzugehen, werden wir nun am kommenden Montag um 14:00 Uhr, mit einer Videobotschaft des Tarifvorstands Daniel Flohr die Fortführung und Ausweitung von Arbeitskämpfen bekanntgeben.“

„Nach wie vor führt der Lufthansakonzern einen Machtkampf gegen die eigene Belegschaft, indem sie die fügsamere Gewerkschaft ver.di hofiert. Zudem gibt es in keinem Betrieb des Konzerns das geringste Interesse an den Forderungen der Mehrheitsgewerkschaft UFO, sodass wir zur Durchsetzung in den einzelnen Betrieben wieder zu Arbeitskämpfen greifen müssen“, zeigt sich Daniel Flohr enttäuscht.

„Der Lufthansa Konzern hat sicherlich auch etwas auf unsere Mitgliederversammlung geschielt. Eine Handlungsunfähigkeit bei einer Abwahl wäre sicher ganz im Sinne von Herrn Spohr gewesen“, ist sich Flohr sicher.

Quelle: PM UFO

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