Industriegewerkschaft Luftverkehr: Sparpläne von Lufthansa Technik sind aus dem Sack

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Foto: Simon Pannock

„Jetzt ist die Katze aus dem Sack“, sagt Nicoley Baublies, Vorstandsvorsitzender der Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL), zu der Ankündigung von Lufthansa-Technik-Vorstand Johannes Bußmann, der Konzern plane 25 Prozent in der Techniktochter einzusparen.

Die IGL hat bereits am 18.07. in einer Pressemitteilung darüber informiert.

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Die Inhalte wurden nach der IGL-Pressemitteilung seitens LHT noch dementiert.

Lufthansa Technik bewegt sich in einem schwierigen Markt, der vom Wachstum des internationalen Luftverkehrs einerseits, starkem Wettbewerb und Preisdruck andererseits geprägt ist. „Das Problem ist“, sagt IGL-Chef Nicoley Baublies, „dass sich die Lohnschraube dadurch immer weiter nach unten dreht und in diesem Fall wieder die Mitarbeiter die Zeche zahlen müssen.

„Lufthansa hat das zweite Quartal 2017 mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Das Konzernergebnis stieg von April bis Juni um 69 Prozent auf 740 Millionen Euro. „Noch im März hat Bußmann erklärt, dass Lufthansa Technik es geschafft habe die Position als Weltmarktführer zu festigen“, sagt Baublies, „da können wir nicht akzeptieren, dass die Situation für die Lufthansa-Techniker immer schlechter wird.“

„Die Arbeitsbedingungen der Industrie befinden sich in einer massiven Abwartsspirale, die durch weitere Absenkungstarifverträge nur verstärkt wird. Durch Billigflieger wie Ryanair und die fehlende Intervention der Politik gegen die unfaire Wettbewerbssituation, entwickelt sich die Branche zu einer Lohnvernichtungsmaschine. Die Politik in den Ländern, Berlin und Brüssel muss dringend etwas gegen diese unfaire Wettbewerbsbedingungen tun. Im September sind wieder Wahlen und Politiker wollen gewählt werden. Den hunderttausenden Wählern im Luftverkehr sind sie noch immer eine Antwort schuldig, wie sie mit diesem existenzbedrohenden Trend umgehen wollen“, so Baublies abschließend.

Quelle: PM IGL

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