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Fortsetzung des Streiks: Fraport fordert Kompromissbereitschaft und Rückkehr an den Verhandlungstisch

19 Februar 2012 1365 views No Comment Als Mail versenden Als Mail versenden Drucken Drucken

Flughafen Frankfurt - Bild: Fraport AG

Mit der Fortsetzung der Streiks unterstreicht die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) ihre kompromisslose Haltung. „Wir fordern die GdF auf, umgehend diese Haltung aufzugeben und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Fraport ist jederzeit zu Verhandlungen bereit, wenn die GdF Kompromissbereitschaft zeigt und die Streikmaßnahmen beendet. Die überzogenen Forderungen und die starrsinnige Haltung der GdF gehen zu Lasten der Passagiere, Fluggesellschaften und unserer Mitarbeiter – das muss ein Ende haben“, erklärte ein Fraport-Sprecher.

Fraport ist in zahlreichen Punkten auf die Forderungen der GdF eingegangen. So hat Fraport die Forderungen für die Vorfeldkontrolle nahezu erfüllt. Damit würde das Münchner Niveau erfüllt. In München hat die GdF für die Vorfeldkontrolle jüngst erst drastische Erhöhungen durchgedrückt. Für die beiden in Frankfurt von der GdF an Flughäfen erstmals verhandelten Bereiche, der Verkehrszentrale und Vorfeldaufsicht, sind die Forderungen im Verhältnis zu vergleichbaren Tätigkeiten in anderen Bereichen so extrem hoch, dass sie in keiner Relation mehr zu diesen stehen.

Der Schlichter hat sich um Ausgleich der Differenzen beider Parteien bemüht. Er hatte aber bei seinem Spruch lediglich die 200 Leute auf dem Vorfeld im Blick. Das ist eine extrem kleine Gruppe. Fraport dagegen muss die Gesamtbelegschaft im Blick haben, das sind rund 19.000 Beschäftigte am Flughafen. Die hohen zweistelligen Forderungen, die insgesamt Anpassungen bei Gehalt, Arbeitszeit und Sonderleistungen zwischen 50 und bis zu 70 Prozent beinhalten, sprengen das gesamte Gehaltsgefüge von Fraport und sind absolut inakzeptabel. Das ist der Gesamtbelegschaft nicht vermittelbar. Auch der Betriebsrat distanziert sich deutlich von diesen überzogenen Forderungen.

Operativ hat sich Fraport gut vorbereitet und geht davon aus, auch im Fall des morgigen Streiktags wieder bis zu 70 Prozent der ca. 1.250 geplanten Flugbewegungen sicherzustellen und insbesondere alle interkontinentalen Flugbewegungen erfolgreich durchführen zu können. „Die eingesprungenen Kollegen auf dem Vorfeld haben sich hervorragend eingearbeitet und die bisherigen Aufgaben gut gemeistert. An den zwei Streiktagen der vergangenen Woche konnten ebenfalls bereits jeweils 70 Prozent und mehr der Flugbewegungen im Zeitraum der Streiks erfolgreich bewältigt werden, worauf die eingesprungenen Teams sehr stolz sein können“, so der Sprecher.

Da Verzögerungen im Flugbetrieb sowie Flugausfälle am morgigen Tag zu erwarten sind, werden die Fluggäste gebeten, sich frühzeitig mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen.

Quelle: PM Fraport AG

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