Flugsicherung: Neuer Tarifvertrag verhindert Kurzarbeit

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Die Corona-Pandemie trifft auch den Luftverkehr in und über Deutschland mit voller Wucht. Die Verkehrszahlen sind extrem stark zurückgegangen und ein Ende der Situation ist derzeit nicht absehbar. Aus diesem Grunde hat die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) die Gewerkschaft der Flugsicherung e. V. (GdF) in der vergangenen Woche zu Gesprächen eingeladen. Das Ziel dieser Gespräche war, kurzfristige tarifliche Übergangsregelungen zu finden, um die Situation zu entschärfen.

Dies ist mit einem neuen Tarifvertrag gelungen, welcher am vergangenen Freitag unterzeichnet wurde und am Samstag, 23.03.2020, in Kraft getreten ist. Bereits am heutigen Montag können die Regelungen ihre Wirkung entfalten. Die Vereinbarungen gelten bis zum 31.12.2020.

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Mit Hilfe dieses Tarifvertrages wird es der DFS möglich sein, das derzeitige Personal bedarfsgerechter, den jeweiligen Umständen angepasst, einzusetzen. Das bedeutet, es können personelle Überkapazitäten mit Stundenabbau flexibel und kurzfristig
ausgeplant werden. Dadurch wird auch die potentielle Ansteckungsgefahr in den Betriebsräumen deutlich reduziert.

Es stehen darüber hinaus Kollegen im Stand-By-Dienst zu Hause zur Verfügung, um bei Bedarf unverzüglich personelle Lücken schließen zu können. Des Weiteren können, wann immer der Luftverkehr wieder anzieht, die Kollegen kurzfristig und sukzessiv bis hin zur – hoffentlich baldigen – Volllast zeitnah wieder eingesetzt werden.

Die Minusstunden, welche durch diese Maßnahmen erst einmal in großer Anzahl anfallen werden, müssen durch die Mitarbeiter in den nächsten Jahren anteilig zurück gearbeitet werden. Durch diese Maßnahmen ist es im Gegenzug der GdF gelungen, Kurzarbeit während der Laufzeit dieses Vertrages auszuschließen, Beschäftigungssicherung zu garantieren und momentan auch keinerlei Gehaltseinbußen im Grundgehalt zuzulassen.

Beide Seiten äußerten sich sehr zufrieden über das erzielte Ergebnis und den raschen Verlauf – von Gesprächsbeginn bis hin zur Unterzeichnung in weniger als vier Tagen. Damit haben beide Seiten ein deutliches Zeichen gesetzt, diese Krise gemeinsam zum Wohle der DFS als auch all ihrer Mitarbeiter bewältigen zu wollen.

Quelle: PM GdF

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